Landfrauen des Kreisverbandes Neuburg-Schrobenhausen spenden an Johannes Chor der Stiftung Sankt Johannes

Kreisbäuerin Regina Plöckl überreicht den symbolischen Spendenscheck an die Mitglieder des Johannes Chor. Robert Freiberger (Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes) nimmt den Scheck im Namen des Führungsteams entgegen.

Das soziale Engagement wird bei den Landfrauen des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen, seit jeher groß geschrieben. Und so musste Kreisbäuerin Regina Plöckl ihre Kolleginnen auch nicht lange davon überzeugen, bei dem diesjährigen Landfrauentag in der Donaumooshalle in Untermaxfeld für den Johannes Chor der Stiftung Sankt Johannes zu sammeln. Denn dieser begleitete nicht nur die Veranstaltung, sondern ist der Kreisbäuerin von der alljährlichen Verabschiedungsfeier der katholischen Fachschule für Dorfhelfer in Neuburg bestens bekannt. In dem ehrenamtlichen Chorprojekt singen und musizieren unter der Leitung von Thomas Hurler Menschen mit und ohne Behinderung. „Die Freude am Singen ist bei jeder Silbe zu spüren“, schwärmt Regina Plöckl. Aus diesem Grund hat sie den Johannes Chor für den Landfrauentag 2018 engagiert. Der Chorauftritt habe einen wesentlichen Teil zur heiteren Stimmung an diesem Tag beigetragen, so die Kreisbäuerin im Rahmen der symbolischen Spendenübergabe am Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Geschäftsführer Robert Freiberger bedankte sich gemeinsam mit den Chormitgliedern für die großzügige Spende in Höhe von 1000 €. „Mit dem Geld machen wir einen gemeinsamen Ausflug“, erklärt Chorleiter Thomas Hurler. Wohin es gehen wird, bleibe vorerst geheim, schließlich handele es sich um eine Überraschung.


Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung im Landkreis Donau-Ries gestartet

Thomas Heindl, Bettina Böld, Sarah Dehn und Vanessa Ziegler (v.l.n.r) bilden das EUTB-Beraterteam für den Landkreis Donau-Ries.

Die Stiftung Sankt Johannes und der Caritasverband für den Landkreis Donau-Ries e.V. haben den Förderzuschlag zur Bereitstellung einer Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (kurz EUTB) erhalten. Das ergänzende Beratungsangebot steht allen Rat- und Hilfesuchenden mit Behinderung oder von Behinderung bedrohten Personen sowie deren Familienangehörigen seit 1. April im Landkreis Donau-Ries zur Verfügung. Insgesamt arbeiten 4 EUTB-Beraterinnen und Berater an drei Anlaufstellen im Donau-Ries. Dieses ergänzende Angebot wird vom Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert.

Hintergrund des ergänzenden Beratungsangebotes ist die Neuregelung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG - § 32 SGB IX neue Fassung), das die gesetzlichen Voraussetzungen für ein unentgeltliches, allen Menschen mit (drohenden) Behinderungen und ihren Angehörigen offenstehendes und Orientierung gebendes Angebot zur Beratung über Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe geschaffen hat. Dieses niederschwellige Beratungsangebot zeichnet sich dadurch aus, dass die Rat- und Hilfesuchenden kostenfrei, ohne bürokratische Hürden und in jeglicher Hinsicht neutral, d.h. heißt unabhängig von dem Leistungsträger und dem Leistungserbringer, ergänzend zu den bestehenden Strukturen wie z.B. Renten- und Pflegekassen, beraten werden. Ziel der EUTB-Beratungsstellen ist es, Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen und deren Angehörige in ihrer Position gegenüber den Leistungsträgern und Leistungserbringen im sogenannten sozialrechtlichen Dreieck zu stärken und so die notwendige Hilfe für eine selbstbestimmte Entscheidung zu liefern. „Unsere Aufgabe wird darin bestehen, den Ratsuchenden Wege aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, sich im bürokratischen Dickicht zurechtzufinden“, erläutert EUTB-Beraterin Bettina Böld das ergänzende Moment des neuen Angebotes.

Obwohl die die beiden Beratungsstellen ihre Arbeit erst Anfang April aufgenommen haben, werden derzeit bereits die ersten Fälle bearbeitet. Dabei reicht die Bandbreite an Informations-, Unterstützungs- und Beratungsbedarf von der Hilfe beim Ausfüllen eines Leistungsantrages bis hin zu sehr komplexen Einzelfällen, wie z.B. der Arbeitsplatzsicherung bedingt durch eine schwere chronische Erkrankung. Thomas Heindl, EUTB-Berater bei der Stiftung Sankt Johannes, sieht eben darin die Herausforderung der neu geschaffenen Beratungsstellen: „Da das Bundesteilhabegesetz zwar bereits seit 2017 in Kraft ist, es derzeit jedoch noch unterschiedliche Auslegungen je nach Bundesland und Region gibt, wird es unsere Aufgabe in den EUTB-Beratungsstellen sein, Präzedenzfälle zu schaffen.“ Denn klar sei, dass der der Rat- und Hilfesuchende, der Mensch gegenüber, im Fokus der Beratung stehe und nicht das Hilfesystem im Hintergrund, so Heindl weiter.

Insgesamt stehen den Hilfesuchenden bundesweit 400 EUTB-Beratungsstellen zur Verfügung. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Landkreis man wohnt oder wo man gemeldet ist. Jede Beratungsstelle ist offen für Jeden – gemäß dem Prinzip „Eine für Alle“. Damit dies gelingt, arbeitet eine übergeordnete Koordinationsstelle mit Sitz in Berlin seit Dezember 2017 daran, ein Fortbildungsprogramm für alle EUTB-Beraterinnen und Berater zu entwickeln sowie ein Netzwerk zwischen den regionalen Beratungsstellen aufzubauen und dieses zu stärken. „Die bundesweit geltenden Beratungsstandards sind für uns regionalen Anlaufstellen eine große Stütze. Sie bieten uns einen Handlungsspielraum, in dem wir uns bewegen können, ohne dass die Beratung orts- oder personenspezifisch gebunden ist. Vielmehr erhalten die Ratsuchenden überall dieselbe Informationen und bekommen bundesweit die gleichen Möglichkeiten aufgezeigt“, erläutert Vanessa Ziegler vom Caritasverband für den Landkreis Donau-Ries e.V. den Mehrwert des bundesweiten Netzwerkes.

Rat- und Hilfesuchende aus dem gesamten Landkreis Donau-Ries können sich zukünftig an drei EUTB-Anlaufstellen im Landkreis beraten lassen:

Einen Überblick aller EUTB-Beratungsstellen liefert die Website www.teilhabeberatung.de, auf der darüber hinaus zahlreiche Informationen, Adressen sowie ein Wörterbuch der Teilhabe enthalten sind.


Inklusives Projekt „Stadt-Führer in Leichter Sprache“ erhält Signet „Bayern barrierefrei“

Stolz zeigen die Projektteilnehmer den neu aufgelegten Stadt-Führer in Leichter Sprache und präsentieren das Signet "Bayern barrierefrei - Wir sind dabei".

Eine historisch gewachsene Stadt hat viele Geschichten zu erzählen. Um all die Sehenswürdigkeiten, wichtigen Plätze und Relikte der Vergangenheit zu verstehen, bedarf es meistens einem Reisehandbuch. Die gängigen Stadtführer oder Hinweis-Tafeln sprechen jedoch nicht alle Menschen an. Wer etwa Schwierigkeiten beim Verständnis von komplizierten, langen Texten in kleiner Schrift hat oder sich nur einen groben Überblick verschaffen möchte, steht oftmals verloren da. Abhilfe schaffen „Stadt-Führer in Leichter Sprache“, die immer öfter als ergänzendes Angebot in Tourist-Informationen zur Verfügung stehen. Einen solchen Stadt-Führer in Leichter Sprache gibt es seit einem Jahr auch für die Große Kreisstadt Donauwörth. Tanja Riedel, Projektleiterin des Fachdienstes für Inklusion der Stiftung Sankt Johannes, hat sich im Rahmen ihrer Netzwerkarbeit für eine Öffnung der touristischen Angebote stark gemacht und das Projekt initiiert. Der damit einhergehende Abbau von Verständnis-Barrieren wurde nun mit dem Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei“ ausgezeichnet. Die Urkunde, die vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde, soll unter anderem Kommunen, öffentliche Einrichtungen oder Unternehmen dazu anspornen, einen aktiven und bedeutungsvollen Beitrag zur Barrierefreiheit in Bayern zu leisten und somit gemeinsam an dem gesellschaftlichen Zusammenleben von morgen zu feilen.

Der prämierte Stadtführer in Leichter Sprache stellt das Ergebnis eines Kooperationsprojektes der Privaten Wirtschaftsschule Donauwörth, der Städtischen Tourist-Information Donauwörth und des Fachdienstes für Inklusion der Stiftung Sankt Johannes dar. Im Rahmen eines freiwillig gewählten Schulprojektes haben 11 engagierte Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen sowie Ulrike Steger, Leiterin der Städtischen Tourist-Information, im vergangenen Schuljahr einen originellen Stadtführer in gedruckter Form für die ‚bayerisch-schwäbische Donauperle an der Romantischen Straße‘ erarbeitet. Dieser beinhaltet die bedeutendsten historischen Zeugnisse der Stadt Donauwörth. Insidertipps zum eigenständigen Erkunden der Stadt und Informationen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, wie z.B. Hinweise auf barrierefreie Parkhäuser, Cafés, Toiletten oder Hindernisse auf der Route in Form von Steigungen, ergänzen das Angebot des Stadtführers.

Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit und Teilhabe einstehen

Thomas Schütz, Sachgebietsleiter Soziales und Jugend der Regierung Schwaben, übergab das Signet an die inklusive Projektgruppe. Er betonte in seinem Grußwort das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler. Projekte wie dieses zeigen auf, dass wir alle von einem Miteinander profitieren, so Schütz. Denn die hartnäckigsten Barrieren seien immer noch die in den Köpfen, die sich nicht so einfach rückbauen ließen wie beispielsweise Bordsteinkanten oder Treppenaufgänge. „Wenn wir uns jedoch öffnen und Begegnung zulassen, kann echte Teilhabe stattfinden.“ Die Begegnung auf Augenhöhe zwischen Menschen mit Behinderung und den Schülern der Privaten Wirtschaftsschule bezeichneten die Projektteilnehmer als den eigentlichen Gewinn. „Mit dem Projekt wurde aus Theorie gelebte Teilhabe. Für mich persönlich war es besonders schön zu erleben, wie die Projektgruppe im gemeinsamen Tun zusammengewachsen ist und so ein nachhaltiges Zusatzangebot für den Tourismus und die Barrierefreiheit  in Donauwörth geschaffen hat“, resümiert Doris Glötzl, Projektleiterin seitens der PWS, den Projektverlauf. Geschäftsführer Carsten Limmer akzentuierte in seinem Grußwort die Leidenschaft aller Beteiligten, mit der sie für die Belange von Menschen mit Behinderung einstehen und damit einen bedeutungsvollen Beitrag zur Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft leisten.

Nachhaltiges Angebot für Tourismusentwicklung der Stadt Donauwörth

Mit der vor einem Jahr veröffentlichen Erstauflage des Stadtführers in Leichter Sprache, die bereits nach einem dreiviertel Jahr vergriffen war, endete das Projekt aber noch nicht. Vielmehr knüpften die Experten für verständliche Sprache, eine sechsköpfige Gruppe von Klienten der Stiftung Sankt Johannes, an die Projektarbeit an und üben sich seit knapp sechs Monaten auf dem Gebiet der Stadtführungen in Leichter Sprache. Unter der Leitung von Monika Lutz vom Fachdienst für Inklusion der Stiftung Sankt Johannes treffen sie sich jeden Mittwoch und lernen die Sehenswürdigkeiten der Stadt Donauwörth besser kennen. Dieses Engagement ehrte Oberbürgermeister Armin Neudert im Rahmen der Signet-Verleihung und ernannte die Teilnehmer zu offiziellen Stadtführern für verständliche Sprache. Der Grundstein für eine Weiterentwicklung der touristischen Angebote in Donauwörth ist damit gelegt. Denn die Stadtführer für Leichte Sprache sollen in den kommenden Monaten weiter gefördert werden und die verschiedenen Stadtführungen der Tourist-Info begleiten. Langfristiges Ziel ist es, die Stadtführungen in Leichter Sprache in das offizielle Programm der Tourist-Information aufzunehmen.

Miteinander statt Nebeneinander

Von dem Stadtführer in Leichter Sprache profitieren nämlich nicht nur Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten. Vielmehr richtet sich dieser auch an ältere Menschen, Förderschul- und Kindergartengruppen, Menschen mit Migrationshintergrund oder all diejenigen Besucher, die sich lediglich einen kurzen Überblick über die Geschichte der Stadt Donauwörth verschaffen möchten, so Michaela Sims vom Büro für Leichte Sprache der Stiftung Sankt Johannes. Sims war es, die den Schülerinnen und Schülern zu Beginn des Projektes Nachhilfe in Leichter Sprache gegeben hat. Hierbei zeigte sich auch, dass Leichte Sprache gar nicht so leicht ist, wie der Name vorgibt. Doch wenn ein Jeder sich mit seinen Fähigkeiten einbringe, so Ulrike Steger, Leiterin der Tourist Information Donauwörth, könne daraus etwas Großes erwachsen, wie die Neuauflage des Stadtführers in Leichter Sprache zeige. Professionell gestaltet in den Farben der Stadt Donauwörth wird der neu aufgelegte Stadtführer in Leichter Sprache am 13. Mai im Rahmen der Tourist-Saison-Eröffnung der Öffentlichkeit vorgestellt und ist dann bei der Tourist-Info der Stadt Donauwörth erhältlich.


Kunst im Park 2018 im Mehrgenerationenpark von Schloss Straß

Bei Kunst im Park gab es viel zu entdecken und zu erleben. Die sinnliche Wahrnehmung stand im Vordergrund. Die über 30 Aussteller boten zahlreiche, farbenfrohe Einzelstücke zum Verkauf an.

"Blütenlicht und Himmelsduft“ - so hieß das Motto des kürzlich stattgefundenen Kunst- und Erlebnistages im Generationenpark von Schloss Straß. Der Frühlingsanfang im Zeichen der Kunst, Kultur und Inklusion hätte nicht eindrucksvoller begangen werden können. Das Schloss im Zentrum von Straß (Marktgemeinde Burgheim) erstrahlte in gleisendem Sonnenschein. Der Frühling hatte den umgebenden Park mit zierlichen Blümchen und saftigen Blättern geziert, bunte Bänder in den Bäumen flatterten im Wind. Der Duft von frisch gebackenen Waffeln vermischte sich mit der herrlichen Note von Frühlingskräutern.

Herzlich willkommen zur „sinnlichen Kunstreise durch den Frühling“

Das jährliche Event der Stiftung Sankt Johannes fand heuer zum vierten Mal, nicht wie gewohnt im Oktober, sondern wetterbedingt im Frühling statt. Eine Entscheidung, die der Ausstellung hohe Besucherzahlen bescherte. Und jeder kam auf seine Kosten. Die Kinder waren eingeladen, Stockbrot über offenem Feuer zu backen, Muttertags-Karten zu basteln, Mensch-ärgere-dich-nicht mit lebensgroßen Figuren auf der Wiese zu spielen, zu töpfern oder sich im Geschichtenbuch zu verewigen. Ob Schmuck aus brasilianischem Goldgras, Floristik und liebevoll bepflanze Kunstwerke für den Garten, Malerei, Bildhauerei, gestrickte, geklöppelte oder gehäkelte Handarbeiten, Literatur, Tanz, Musik, jeder war eingeladen sich auf die bunte Reise zu begeben.

Kunst und Unterhaltung zum Anfassen

Über 30 regionale Aussteller präsentierten ihre liebevoll gestalteten Handarbeiten. Die Kunstmeile lud nicht nur zum Flanieren ein, auch für Unterhaltung und das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt. Ein großes Gastronomiezelt bot kulinarische Speisen und Getränke an und die Marktmusikkapelle Burgheim spielte zum Auftakt traditionell bayerische Volksmusik. Der stellvertretende Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, Roman Schiele, eröffnete gemeinsam mit Burgheims Bürgermeister Michael Böhm die Veranstaltung: Kunst und Kultur liege der Stiftung sehr am Herzen, so Schiele. Man möchte den hier lebenden Senioren, Klienten, Mitarbeitern und Besuchern „ein Kunsterlebnis für alle Sinne bieten“. Bürgermeister Michael Böhm schloss sich den Grußworten an und dankte der Stiftung für die Organisation, wie auch allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement an diesem Tag. Er verwies zudem auf die Wanderausstellung „Häschtäg SinnVoll“, ein von der Aktion Mensch gefördertes Kunstprojekt des Fachdienstes für Inklusion der Stiftung Sankt Johannes, das im Anschluss an die Veranstaltung wortwörtlich „auf Wanderschaft gehen und dabei wachsen wird“. Die Besucher waren beispielsweise eingeladen, sich den Park durch verschiedenfarbige Brillen anzusehen oder den Satz „Blütenlicht und Himmelsduft sind für mich wie...“ zu ergänzen. Im Genusszelt war das Projekt „Neuburg unbehindert?!“ der Offenen Hilfen Neuburg-Schrobenhausen GbR zu besichtigen.

Sinnliches Erlebnis für Körper und Geist

Live-Gitarren-Musik von Markus Stegmüller und Caro Mederle, wie auch das Veeh-Harfen-Spiel inmitten der Parkanlage boten den Besuchern die Möglichkeit zum Innehalten und Genießen. An verschiedenen Plätzen konnte den Lesungen der Schriftsteller des Autorenclubs Donau-Ries (Günter Schäfer, Uli Karg, Manfred Wiedemann, Marie Luise Achtner, Gerhard Sagasser und Harald Metz) gelauscht und beigewohnt werden. Die vorgetragenen, erheiternden, aber auch zum Nachdenken anregenden Kurzgeschichten und Gedichte machten die sinnliche Reise perfekt und ernteten viel Applaus. Romanautorin Irene Hülsermann und Geschichten-Erzählerin Petra Quaiser luden zur Schreibwerkstatt. In „Wie schreibt man Kurzgeschichten“ und „Die Kunst des freien Erzählens: Märchen schreiben – Märchen erzählen“ kitzelten die Autorenclub Mitglieder kreative Schreib- und Erzählkunst aus den Teilnehmern.  Ein rundum gelungener Ausflug in Kunst, Kultur und Sinneswahrnehmung.

Text: Daniela Graf (Autorenclub Donau-Ries)  & Sarah Herrmann


Stiftung Sankt Johannes engagiert sich in neu gegründetem Verein "Soziale Landwirtschaft Bayern e.V."

29 Mitglieder zählt der neu gegründete Verein "Soziale Landwirtschaft Bayern e.V.". Die Gründungsmitglieder freuen sich über eine erfolgreiche Zusammenarbeit und gute Vernetzung.

29 Gründungsmitglieder - darunter die Stiftung Sankt Johannes vertreten durch Erlebnisbäuerin Vera Lachenmaier und Christoph Luderschmid, Abteilungsleiter für Landwirtschaft und Gartenbau - trafen sich am Montag, den 23. April 2018, in München und haben dort gemeinschaftlich die Vereinsgründung "Soziale Landwirtschaft Bayern e.V." beschlossen. Ziel des Vereins ist es, die Soziale Landwirtschaft bekannter zu machen und die Akteure in diesem Bereich besser zu vernetzen. Durch Werbung und Öffentlichkeitsarbeit aber auch mit Informationsveranstaltungen sowie Fort- und Weiterbildungen bei Landwirten und Sozialorganisationen will der Verein potentielle Anbieter von Sozialer Landwirtschaft sowie mögliche Klienten erreichen.

Im Rahmen der Gründungsversammlung fand auch die Wahl des Vorstandes statt: Zur ersten Vorsitzenden des Vereins wählten die Mitglieder Michaela Weiß vom Sozialteam Sozialtherapeutische Einrichtungen für Nordbayern gemeinnützige GmbH. Wolfgang Scholz vom Bayerischen Bauernverband ist zweiter Vorsitzender des Vereins. Kassiererin ist Anni Hindelang, Vertreterin eines landwirtschaftlichen Betriebes im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, die selbst im Bereich soziale Landwirtschaft aktiv ist. Zur Schriftführerin wählten die Mitglieder Dr. Viktoria Lofner-Meir, ehemalige Referatsleiterin im Landwirtschaftsministerium für den Bereich Einkommenskombinationen.

„Soziale Landwirtschaft“ umfasst sowohl soziale, pädagogische und therapeutische Arbeit als auch Haushalts- und Betreuungsleistungen in der Landwirtschaft sowie im Garten- und Waldbau. So werden beispielsweise ältere Personen auf Bauernhöfen professionell versorgt und betreut und Menschen mit Beeinträchtigungen erhalten die Möglichkeit, sich am Leben und Arbeiten auf den Betrieben zu beteiligen. Davon können beide Seiten profitieren: die Nutzer des Angebots durch Verbesserung des Wohlbefindens und gesellschaftliche Teilhabe, die Anbieter, indem sie durch die Einkommenskombination zusätzliche Wertschöpfung erzielen. Für weitere Fragen und Anregungen sowie bei Interesse an einer Zusammenarbeit wenden Sie sich jederzeit und an gerne an Vera Lachenmaier (09097 809 135) oder Christoph Luderschmid (01577 146 99 27)

Weitere Informationen zum Thema finden auf der Internetseite des Bayerischen Bauernverbands.


Firma Kunz steigt für den guten Zweck ins kalte Nass: Spende zugunsten der Stiftung Sankt Johannes

Ulrich Kunz übergibt symbolisch die Spende an Robert Freiberger, den Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes.

Im Rahmen der landkreisweiten „Cold-Water-Grill-Challenge“ hat es nun auch die Firma Kunz aus Donauwörth erwischt. Geschäftsführer Ulrich Kunz und sein Team stellten sich der Nominierung des Burgheimer Kunststoffherstellers Polytan und stiegen kurzerhand für den guten Zweck in den eiskalten Swimmingpool. Denn neben der Gaudi im kühlen Nass verfolgt das Kaltwassergrillen einen karitativen Gedanken: die Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen.

Die Spende der Firma Kunz ging an die Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Geschäftsführer Robert Freiberger nahm die Spende stellvertretend entgegen und bedankte sich  bei Ulrich Kunz. „Mit dem Geld ist der Grundstock zur Anschaffung eines weiteren Elektro Golfcart für den Standort Schweinspoint gelegt“, erläutert Freiberger den Verwendungszweck. Die Caddys dienen dem Transport von mobilitätseingeschränkten Personen, damit die weitläufigen Angebote am Hauptstandort leicht zugänglich erreicht und von allen genutzt werden können.

Das Video zur "Cold-Water-Grill-Challenge" der Firma Kunz gibt es hier zum Anschauen.


Zukunft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung: Bezirksarbeitskreis Schwäbischer Werkstätten diskutiert Alternativen und Möglichkeiten

Der Bezirksarbeitskreis Schwäbischer Werkstätten tagte in Schweinspoint und verschaffte sich einen Eindruck von dem Werkstatt-Konzept der Stiftung Sankt Johannes.

Der Bezirksarbeitskreis Schwäbischer Werkstätten (BASW) tagte im Rahmen der regelmäßigen Arbeitstreffen vor kurzem am Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Unter den Gästen war auch Stefan Dörle, der Inklusionsbeauftragte beim Bezirk Schwaben.

Schwerpunkte der Sitzung waren unter anderem die aktuellen Herausforderungen, vor denen die Werkstätten im Zuge des Bundesteilhabegesetz stehen, eine stärkere Vernetzung der schwäbischen Werkstätten und damit einhergehende Synergieeffekte bei hoher Auftragslage sowie die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz werden nicht nur gängige Abläufe hinterfragt, sondern vor allem auch die Träger der Behindertenhilfe dazu aufgefordert, Alternativen aufzuzeigen und ihre (Förder-)Angebote auf die Bedürfnisse der Beschäftigten auszurichten.

Die Zukunft der Werkstätten liege in einer konzeptionellen Neu-Ausrichtung hin zu einem inklusiven Unternehmen, so Ulrich Siegmund, Werkstattleiter in der Stiftung Sankt Johannes. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, gibt es seit Anfang des Jahres einen Arbeitskreis „Inklusive Werkstatt“ in der Stiftung Sankt Johannes. In diesem Gremium werden Ideen und Möglichkeiten entwickelt, die Menschen mit Behinderung den Zugang zum sogenannten ersten Arbeitsmarkt erleichtern sollen. Modellprojekte wie das bayernweite BÜWA-Projekt ("Begleiteter Übergang Werkstatt allgemeiner Arbeitsmarkt") zeigen bereits erste Erfolge. Und, dass Inklusion auch in der Arbeitswelt funktioniert. Im Anschluss an die Tagung gab es noch eine Führung durch die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werkstätte in Schweinspoint.


Maler Rauch spendet an Zentrum für tiergestützte Therapie in Schweinspoint

Werner Rauch überreichte Robert Freiberger (Geschäftsführer Stiftung Sankt Johannes) und Vera Lachenmaier (Erlebnisbäuerin) eine Spende in Höhe von 1000 € zugunsten der tiergestützten Therapie.

Das familiengeführte Traditionsunternehmen Maler Rauch fördert seit vielen Jahren soziale Projekte in der Region Donau-Ries. In diesem Jahr überreichte Geschäftsführer Werner Rauch jr. eine Spende in Höhe von 1000 € an die Stiftung Sankt Johannes. Geschäftsführer Robert Freiberger und Erlebnisbäuerin Vera Lachenmaier nahmen die Spende stellvertretend für das Zentrum für tiergestützte Therapie auf dem Johannes Hof in Schweinspoint entgegen.

Mit dem Geld soll der barrierefreie Ausbau des Ziegengeheges in unmittelbarer Nähe zu den Gewächshäusern und Stallungen des sozialen Landwirtschaftsbetriebes der Stiftung Sankt Johannes unterstützt werden. „Durch den Ausbau erhalten zukünftig auch mobilitätseingeschränkte Menschen einen direkten Zugang zu unserer Ziegenfamilie“, berichtet Vera Lachenmaier. Die Tierbegegnungen auf dem Johannes Hof sind Teil der Bildungsmaßnahmen in den Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes und fördern unter anderem das Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und den Beziehungsaufbau.


Bäckerei in Schweinspoint unter neuer Leitung

Das neue Team der Bäckerei in Schweinspoint unter Leitung von Bäckermeister Klaus Walter Trost präsentiert stolz den Johannes Laib, das stiftungseigene Roggen-Misch-Brot.

Seit dem 1. Februar 2018 leitet Bäckermeister & Konditor Klaus Walter Trost das Team der stiftungseigenen Bäckerei in Schweinspoint. Der gebürtige Oberpfälzer war zuvor in leitender Funktion in verschiedenen Bäckerei-Betrieben im Landkreis tätig. Seine Leidenschaft für den Beruf hat er allerdings erst mit Anfang 20 entdeckt, als sein Vater ihn zu einer Ausbildung zum Bäcker überredet hat. "Als junger Mann konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich diesen Beruf einmal lieben werde. Doch nun kann ich mir ein Leben außerhalb der Backstube nicht mehr vorstellen", erzählt der 44-Jährige.

Angetrieben wird Trost von seinem eigenen hohen Anspruch. Qualitativ hochwertige Produkte, möglichst aus regional erzeugten Rohstoffen und nach echter Handwerksarbeit hergestellt, sind für ihn oberstes Ziel. Dafür, dass diesem Anspruch auch Taten folgen, sorgt der Bäckermeister, indem er sein Wissen an die Bäcker-Lehrlinge und Gesellen der Stiftung Sankt Johannes weitergibt. "Für mich gibt es nichts Wichtigeres, als der jungen Generation mit gutem Beispiel voranzugeben", so Trost. Dazu gehöre neben einem fundierten Wissen über die Herkunft und Besonderheit der verarbeiteten Rohstoffe vor allem auch die Leidenschaft und Kompetenz, nach zeitintensiver, traditioneller Art und von Hand zu arbeiten. "Ein guter Teig braucht eben seine Zeit."

Gemeinsam mit Bäckermeister Ulrich Jann, der mit seiner Erfahrung im Bereich ökologischer Backkunst das neue Bäckerei-Team vervollständigt, hat Klaus Walter Trost das Sortiment der Stiftungsbäckerei neu aufgestellt und um spezielle Produkte für Allergiker ergänzt. Schritt für Schritt sollen nun weitere Eigenprodukte hinzukommen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf biologisch erzeugte Backwaren gelegt werden, die zusätzlich zum bestehenden, konventionell-produzierten Sortiment, zur Auswahl stehen sollen.


Neues Projekt gestartet: Betreutes Wohnen in Familien ergänzt Angebot der Offenen Hilfen der Stiftung Sankt Johannes

Maria Berktold und Monika Lutz leiten das Projekt "Betreutes Wohnen in Familien" in den Landkreisen Donau-Ries, Augsburg-Nord und Aichach-Friedberg.

Seit September dieses Jahres engagiert sich die Stiftung Sankt Johannes in dem Projekt „Betreutes Wohnen in Familien“, das vom Bezirk Schwaben für die Dauer von drei Jahren finanziell gefördert wird. Die Stiftung Sankt Johannes übernimmt hierbei die Betreuung in den Landkreisen Donau-Ries, Augsburg-Nord und Aichach-Friedberg. Ziel des Projektes ist es, Wohnräume für erwachsene Menschen mit Behinderung in einem familiären Umfeld zu schaffen. Hierfür werden Gastfamilien mit oder ohne Kinder gesucht, die bereit sind, sich mit persönlichem Engagement, Zeit und Platz einzubringen und somit Menschen mit Unterstützungsbedarf ein Zuhause zu bieten. Eine echte Alternative zu den gängigen Wohnformen für Menschen mit Behinderung.

Im Kreise einer Familie essen, miteinander reden, spazieren gehen, gemeinsame Spiele- oder Fernsehabende. Was für die meisten Menschen völlig normal ist, bildet für viele Menschen mit Behinderung eher die Ausnahme. Obwohl auch im stationären und ambulant betreuten Wohnen eine familienähnliche Struktur geboten wird, unterscheiden sich diese Wohnformen grundlegend von dem betreuten Wohnen in Gastfamilien. „Beim betreuten Wohnen in Gastfamilien nimmt eine Familie oder eine Einzelperson einen erwachsenen Mensch mit Behinderung bei sich auf, bindet ihn in den Familienalltag ein, begleitet ihn bei lebenspraktischen Dingen und hilft bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben“, erklärt Maria Berktold, die zuständige Projektleiterin für den Landkreis Donau-Ries, das neue Wohnkonzept.

Gastfamilien werden finanziell und fachlich unterstützt

Die Stiftung Sankt Johannes sucht deswegen Familien, die sich ein Zusammenleben mit einem Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung vorstellen können. Gastfamilien können Familien mit und ohne Kinder sein, Lebensgemeinschaften oder auch Einzelpersonen. Eine fachliche Ausbildung ist hierfür nicht nötig, sondern nur die Bereitschaft, einen Menschen mit Behinderung bei sich in der Familie aufzunehmen. Die Familie sowie der Gast werden von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zur Beendigung des Betreuungsverhältnisses regelmäßig von Fachkräften begleitet und unterstützt, die auch als Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen zur Seite stehen. Die Auswahl der Gastfamilien erfolgt unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche und Vorstellungen aller Beteiligten. Die Familie selbst erhält bei Aufnahme eines Gastes ein Betreuungsgeld sowie eine Kostenpauschale für Verpflegung und Unterkunft.

Verschiedene Wohnformen sind möglich

Voraussetzung für die Aufnahme eines Gastes in den Familienhaushalt ist das Vorhandensein eines geeigneten, möblierten Zimmers oder Appartements. Das Betreute Wohnen in Familien bietet hierbei ein weites Feld an möglichen Formen des Zusammenwohnens. Ist beispielsweise das eigene Kind ausgezogen und steht das Zimmer leer, so kann der Gast dort einziehen. Aber auch ein Zimmer auf einem Bauernhof, eine Einliegerwohnung in der Stadt oder auf dem Land sind Möglichkeiten des Betreuten Wohnens in Familien. Von einer engen Integration in die Familie, mit gemeinsamen Mahlzeiten bis hin zu einem offenen nachbarschaftlichen Zusammenleben wird alles individuell vereinbart. Im Idealfall unterstützen sich die Familie sowie der Mitbewohner mit Behinderung über Jahre gegenseitig im alltäglichen Zusammenleben. Es entstehen tragfähige Beziehungen, die wesentlich zu Stabilität und Zufriedenheit beitragen. Ein normales Leben mitten in der Gesellschaft.

Bei Interesse oder weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Maria Berktold (Landkreis Donau-Ries) und Monika Lutz (Landkreise Augsburg-Nord und Aichach-Friedberg): 0906 700 10 350 oder per Mail bwf@sanktjohannes.com.

Für weitere Informationen klicken Sie hier!


Herzlich Willkommen in der Förderstätte "Aktiv"

Bei schönstem Sommerwetter fanden Ende August Dreharbeiten für einen Imagefilm in der Förderstätte "Aktiv" an unserem Hauptstandort in Schweinspoint statt. Begleitet von einem vierköpfigen Team der Augsburger Medienagentur Marc Antón zeigten die Klienten gemeinsam mit dem Team der Förderstätte in verschiedenen Szenen, wie in der Förderstätte "Aktiv" gearbeitet, gelebt, gelacht, gebastelt, gefördert und am sozialen Leben vor Ort teilgenommen wird. Von Aufregung oder Anspannung war am Drehtag nichts zu spüren - als wäre es das normalste auf der Welt, von einer Kamera begleitet zu werden.

Wir bedanken uns herzlich bei Marc Antón für die tolle Zusammenarbeit, das Gespür für die 'richtigen Momente' und die professionelle Unterstützung! 


Stiftungsmetzgerei stellt auf ökologische Wurstherstellung um

Mit Freude an der Arbeit: Hermann Jakob zeigt den Stiftungsmetzgeren worauf es bei der ökologischen Wurstherstellung ankommt.

Die hauseigene Metzgerei der Stiftung Sankt Johannes befindet sich derzeit in der Umstellungsphase auf eine ökologische Lebensmittelproduktion. Hierfür haben die ausgebildeten Metzger einen Fachmann für ökologisches Lebensmittelhandwerk zurate gezogen. Hermann Jakob, Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach, ist einer der renommiertesten Berater im Bereich ökologische Wurst- und Fleischerzeugung. Der 64-Jährige begleitet das 3-köpfige Metzgerteam  während des gesamten Umstellungsprozesses.

Bei der Umstellung von der konventionellen zur ökologischen Lebensmittelproduktion richtet sich die stiftungseigene Metzgerei nach den Bestimmungen des Naturland-Verbandes. Dies sei für Jakob der logische Schluss, schließlich werden die Schweine und Rinder auf dem Johannes Hof bereits nach diesen Kriterien gehalten. Der Kistenstall der Schweine wurde eigens von Naturland entwickelt und ist auf die natürlichen Bedürfnisse der Paarhufer ausgerichtet. Auch der Offenstall der 40 Rinder entspricht mit seinen planbefestigten Laufflächen und dem sogenannten Tretmistsystem den EG-Bio Richtlinien. „Fleisch von langsam gemästeten Tieren, die artgerecht gehalten werden, hat eine besondere Qualität“, erklärt Fleischermeister Jakob. Diese besondere Qualität gelte es auch bei der weiteren Verarbeitung zu erhalten. Aus diesem Grund sollen die hauseigen produzierten Wurstwaren zukünftig ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt werden.

Wissen ist ein wichtiges Betriebsmittel im Öko-Lebensmittelhandwerk. Dennoch gibt es in den meisten Handwerks-Gewerken noch keine eigene Ausbildung für die Bio-Ausrichtung. Diese Leerstelle möchte der Verein „Biohandwerk e.V.“ in Zukunft füllen, indem gezielt Bildungsangebote für das ökologische Handwerk entwickelt werden und spezielle Fortbildungen angeboten werden. Denn zum ökologischen Lebensmittelhandwerk gehören neben der Verarbeitung von biologischen Inhaltsstoffen auch technologische Kenntnisse, die Hermann Jakob im Rahmen seiner Vor-Ort Besuche den Stiftungsmetzgern vermittelt.

Bereits bei Jakobs zweiter Stippvisite in Schweinspoint geht es für die beiden Metzgergesellen Thomas Heindl und Werner Ruppert sowie Metzgermeister Alois Krämer sprichwörtlich ums Eingemachte. Unter Anleitung des Fachmannes wird die erste Charge ökologisch erzeugter Brühwurst – dazu gehören Weißwurst, Leberkäse, Kalbsbratwurst, Leberwurst, Blutwurst, Bierschinken, Mettwurst und grobe Bratwurst – hergestellt. Hierbei verzichten die Metzger fast vollständig auf Zusatzstoffe und arbeiten mit ökologisch erzeugten Rohstoffen. „Derzeit verarbeiten wir in unseren Wurstwaren zwar noch die erlaubten Nitrite. Auf längere Sicht möchten wir diese aber auch durch Naturprodukte, wie z.B. rote Beete Saft, ersetzen.“, erläutert Alois Krämer das weitere Vorgehen.

Der gesamte Umstellungsprozess wird voraussichtlich bis in den Herbst 2017 andauern, wenngleich Hermann Jakob jetzt schon davon überzeugt ist, dass er bis zur Komplettumstellung nur 4 Besuche benötige. „Das Metzgerteam ist so gut ausgebildet und vor allem engagiert bei der Arbeit, denen muss ich kaum noch etwas zeigen“, resümiert der Fleischermeister seinen 2. Besuch in der Stiftungsmetzgerei.


Neuer Selbstbedienungsautomat der Stiftung Sankt Johannes in Betrieb genommen

Das Landwirtschafts-Team nimmt gemeinsam mit der Leiterin der Schloß-Bäckerei und Schloß-Metzgerei sowie dem Bäckergesellen den neuen Regiomat feierlich in Betrieb.

Rund um die Uhr und täglich frisch bietet der neue Regiomat der Stiftung Sankt Johannes eigenproduzierte Lebensmittel für jede Gelegenheit. Wer am Wochenende oder abends nach Ladenschluss spontan Appetit auf regional erzeugte Produkte vom Johannes Hof bekommt, der findet in dem Selbstbedienungsautomaten legefrische Eier aus Freilandhaltung, Wurst- und Grillwaren aus eigener Erzeugung, backfrisches Brot sowie Nudeln hergestellt aus Eiern vom Johannes Hof – alles abgepackt in handelsüblichen Größen. Einem spontanen (Grill-)Abend unter Freunden steht dank dem neuen Regiomat nichts mehr im Wege. Der Regiomat findet sich direkt an der oberen Zufahrt zum "Johannes Hof", dem sozialen Landwirtschaftsbetrieb der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint.