WaldWildnis: Erlebniswoche im ehemaligen Wildschwein-Gehege der Stiftung Sankt Johannes

Kinder entdecken den Wald rund um die Stiftung Sankt Johannes. Dort gibt es vieles zu erkunden, u.a.  Pflanzen, Tiere & Steine.

Feuer machen, Wildtiere beobachten, Fährtenlesen und weitere spannende Naturerlebnisse können Mädchen und Buben im Alter von 6 bis 12 Jahren bei der WaldWildnis erfahren. Im ehemaligen Wildschwein-Gehege der Stiftung Sankt Johannes können sich die Kinder in den Herbstferien (02.-06. September 2019, jeweils von 08:30 bis 16:30 Uhr) als "Wildhüter" und "Waldkinder" versuchen. Durch kreatives Spielen und Entdecken in kleinen Gruppen erlangen sie Achtsamkeit gegenüber Natur und Wissen über Pflanzen, Säugetiere, Vögel und "Überlebenstechniken".

Für Rückfragen oder zur Anmeldung melden Sie sich bitte gerne bei unserer Kooperationspartnerin Veronika Kittel per eMail unter info@waldwildnis.at

Zum Anmeldeformular gelangen Sie hierüber.


Stiftungsmetzgerei stellt auf ökologische Wurstherstellung um

Mit Freude an der Arbeit: Hermann Jakob zeigt den Stiftungsmetzgeren worauf es bei der ökologischen Wurstherstellung ankommt.

Die hauseigene Metzgerei der Stiftung Sankt Johannes befindet sich derzeit in der Umstellungsphase auf eine ökologische Lebensmittelproduktion. Hierfür haben die ausgebildeten Metzger einen Fachmann für ökologisches Lebensmittelhandwerk zurate gezogen. Hermann Jakob, Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach, ist einer der renommiertesten Berater im Bereich ökologische Wurst- und Fleischerzeugung. Der 64-Jährige begleitet das 3-köpfige Metzgerteam  während des gesamten Umstellungsprozesses.

Bei der Umstellung von der konventionellen zur ökologischen Lebensmittelproduktion richtet sich die stiftungseigene Metzgerei nach den Bestimmungen des Naturland-Verbandes. Dies sei für Jakob der logische Schluss, schließlich werden die Schweine und Rinder auf dem Johannes Hof bereits nach diesen Kriterien gehalten. Der Kistenstall der Schweine wurde eigens von Naturland entwickelt und ist auf die natürlichen Bedürfnisse der Paarhufer ausgerichtet. Auch der Offenstall der 40 Rinder entspricht mit seinen planbefestigten Laufflächen und dem sogenannten Tretmistsystem den EG-Bio Richtlinien. „Fleisch von langsam gemästeten Tieren, die artgerecht gehalten werden, hat eine besondere Qualität“, erklärt Fleischermeister Jakob. Diese besondere Qualität gelte es auch bei der weiteren Verarbeitung zu erhalten. Aus diesem Grund sollen die hauseigen produzierten Wurstwaren zukünftig ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt werden.

Wissen ist ein wichtiges Betriebsmittel im Öko-Lebensmittelhandwerk. Dennoch gibt es in den meisten Handwerks-Gewerken noch keine eigene Ausbildung für die Bio-Ausrichtung. Diese Leerstelle möchte der Verein „Biohandwerk e.V.“ in Zukunft füllen, indem gezielt Bildungsangebote für das ökologische Handwerk entwickelt werden und spezielle Fortbildungen angeboten werden. Denn zum ökologischen Lebensmittelhandwerk gehören neben der Verarbeitung von biologischen Inhaltsstoffen auch technologische Kenntnisse, die Hermann Jakob im Rahmen seiner Vor-Ort Besuche den Stiftungsmetzgern vermittelt.

Bereits bei Jakobs zweiter Stippvisite in Schweinspoint geht es für die beiden Metzgergesellen Thomas Heindl und Werner Ruppert sowie Metzgermeister Alois Krämer sprichwörtlich ums Eingemachte. Unter Anleitung des Fachmannes wird die erste Charge ökologisch erzeugter Brühwurst – dazu gehören Weißwurst, Leberkäse, Kalbsbratwurst, Leberwurst, Blutwurst, Bierschinken, Mettwurst und grobe Bratwurst – hergestellt. Hierbei verzichten die Metzger fast vollständig auf Zusatzstoffe und arbeiten mit ökologisch erzeugten Rohstoffen. „Derzeit verarbeiten wir in unseren Wurstwaren zwar noch die erlaubten Nitrite. Auf längere Sicht möchten wir diese aber auch durch Naturprodukte, wie z.B. rote Beete Saft, ersetzen.“, erläutert Alois Krämer das weitere Vorgehen.

Der gesamte Umstellungsprozess wird voraussichtlich bis in den Herbst 2017 andauern, wenngleich Hermann Jakob jetzt schon davon überzeugt ist, dass er bis zur Komplettumstellung nur 4 Besuche benötige. „Das Metzgerteam ist so gut ausgebildet und vor allem engagiert bei der Arbeit, denen muss ich kaum noch etwas zeigen“, resümiert der Fleischermeister seinen 2. Besuch in der Stiftungsmetzgerei.


Neuer Selbstbedienungsautomat der Stiftung Sankt Johannes in Betrieb genommen

Das Landwirtschafts-Team nimmt gemeinsam mit der Leiterin der Schloß-Bäckerei und Schloß-Metzgerei sowie dem Bäckergesellen den neuen Regiomat feierlich in Betrieb.

Rund um die Uhr und täglich frisch bietet der neue Regiomat der Stiftung Sankt Johannes eigenproduzierte Lebensmittel für jede Gelegenheit. Wer am Wochenende oder abends nach Ladenschluss spontan Appetit auf regional erzeugte Produkte vom Johannes Hof bekommt, der findet in dem Selbstbedienungsautomaten legefrische Eier aus Freilandhaltung, Wurst- und Grillwaren aus eigener Erzeugung, backfrisches Brot sowie Nudeln hergestellt aus Eiern vom Johannes Hof – alles abgepackt in handelsüblichen Größen. Einem spontanen (Grill-)Abend unter Freunden steht dank dem neuen Regiomat nichts mehr im Wege. Der Regiomat findet sich direkt an der oberen Zufahrt zum "Johannes Hof", dem sozialen Landwirtschaftsbetrieb der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint.