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Aktuelles

Außen-Werkstatt "DEIBL Kreativ" feierlich eingeweiht

Zum Abschluss der Feierlichkeit bedankte sich Geschäftsführer Robert Freiberger bei Inge und Franz Deibl für das Vertrauen und die jederzeit gute Zusammenarbeit.

Vor knapp einem Jahr hat das Ehepaar Franz und Inge Deibl ihr familiengeführtes Traditionsunternehmen Deibl Druck & Papier an die Stiftung Sankt Johannes übergeben. Außer einer kleinen Namensanpassung hat sich für die Kunden nicht allzu viel verändert. Denn Deibl Kreativ besticht auch weiterhin mit einem umfassenden Sortiment an Schreibwaren und Büroartikeln. Neu ist allerdings, dass hier Menschen mit Behinderung arbeiten. Musikalisch begleitet durch die Bläsergruppe der Realschule Rain fand nun die feierliche Einweihung samt Segnung durch Stadtpfarrer Jörg Biercher statt.

Im Rahmen der kleinen Feierstunde betonte MdL Wolfgang Fackler den innovativen Weg, den die Stiftung Sankt Johannes mit der neu gegründeten Außen-Werkstatt für 12 Menschen mit Behinderung inmitten der Rainer Innenstadt geht. „Hier wird Neues auf Altbewährtem aufgebaut“, fasste er die Betriebsübernahme durch die Stiftung zusammen. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass das Erbe der Familie Deibl fortgeführt werde und die Rainer Institution in leicht abgewandelter Form weiterlebe. Denn auch die in der Kreativwerkstatt im hinteren Gebäudeteil gestalteten Produkte ergänzen die Einkaufsvielfalt der Stadt, genau wie zu Deibls Zeiten". Bezirksrat Peter Schiele sieht die Außen-Werkstatt gar als Vorbild für andere Einrichtungen der Behindertenarbeit in Bayern. Gerade die verhältnismäßig kleine Gruppe ermögliche den Mitarbeitern und Beschäftigten ein abwechslungsreiches Arbeiten und biete viel Raum, sich aktiv einzubringen.

Ein Ort der Gemeinschaft

Gleichwohl das historisch gewachsene Traditionshaus Deibl nicht direkt an der Hauptstraße liege, sei dieser Ort stets ein besonderer gewesen, so Rains 1. Bürgermeister Gerhard Martin. „Der Deibl ist seit jeher ein Ort, an dem Kommunikation über das rein Geschäftliche hinausgeht“, sagte Martin in seinem Grußwort. An diese Tradition knüpfe die Stiftung Sankt Johannes mit der neuen Werkstatt-Gruppe an. Er sieht darin eine große Chance, dass Menschen mit und ohne Behinderung auf natürliche und ehrliche Weise miteinander ins Gespräch kommen und echte Teilhabe stattfinden kann. Dies sei, so der stellvertretende Landrat Dr. Peter Thrul, mitunter das Ansinnen des italienischen Psychiaters und Vorreiters des Inklusionsgedanken Franco Basaglia gewesen, der sich schon in den 1970er Jahren für eine offene Begegnung innerhalb der Gesellschaft stark gemacht hat. Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen habe Basaglia schon früh erkannt, dass Menschen mit Behinderung die Gesellschaft ergänzen. „Die Verlagerung von 12 Arbeitsplätzen weg vom Land rein in die Stadt wertet nicht nur die Stadt Rain auf, sondern verfolgt auf konsequente Weise eine zeitgemäße Behindertenarbeit“, resümiert Dr. Thrul den etwas unorthodoxen Weg, den die Stiftung Sankt Johannes mit der Übernahme des Schreibwarenladens gegangen ist.


Herzlich Willkommen in der Förderstätte "Aktiv"

Bei schönstem Sommerwetter fanden Ende August Dreharbeiten für einen Imagefilm in der Förderstätte "Aktiv" an unserem Hauptstandort in Schweinspoint statt. Begleitet von einem vierköpfigen Team der Augsburger Medienagentur Marc Antón zeigten die Klienten gemeinsam mit dem Team der Förderstätte in verschiedenen Szenen, wie in der Förderstätte "Aktiv" gearbeitet, gelebt, gelacht, gebastelt, gefördert und am sozialen Leben vor Ort teilgenommen wird. Von Aufregung oder Anspannung war am Drehtag nichts zu spüren - als wäre es das normalste auf der Welt, von einer Kamera begleitet zu werden.

Wir bedanken uns herzlich bei Marc Antón für die tolle Zusammenarbeit, das Gespür für die 'richtigen Momente' und die professionelle Unterstützung! 


Schlüssel zum beruflichen Erfolg - Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes erweitern Arbeitsangebot

Ari Samm und Projektleiterin Katrin Klaiber erfassen gerade ein Buch über das Software-Programm aus dem Hause "Buch-Meister"

Stolz zeigt Ari Samm, Beschäftigter in den Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes, seinen Schlüssel zum neu geschaffenen Buchlager in Donauwörth. Seit Frühjahr dieses Jahres sammelt die Stiftung Sankt Johannes allerlei ausgelesene, doppelt gekaufte und nicht mehr benötigte Bücher. Denn seit kurzem sind die Donauwörther Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes Mitglied im Buch-Meister Netzwerk, einem Online-Buchhandel System, das eigens für Werkstätten entwickelt wurde. Dahinter steckt die Idee, Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Beschäftigung nah an den Anforderungen des so genannten ersten Arbeitsmarktes zu ermöglichen.

Die vierköpfige Arbeitsgruppe mit dem Namen „Bunte-Buch-Post“ sichtet zunächst die gespendeten Bücher und sortiert unverkäufliche Artikel aus. Dazu zählen Medien mit mehr als zwei Fehlern wie z.B. Eselsohren, persönliche Widmungen, losen Seiten, Wasserflecken oder eingedrückte Buchrücken. Akribisch wird jedes Buch einzeln geprüft und nach dem Vier-Augen-Prinzip entsprechend der Kategorien ‚neu‘, ‚wie neu‘, ‚sehr gut‘ und ‚gut‘ geordnet. „Wir sortieren die Bücher zunächst in sogenannte Erfassungskisten“, erläutert Ari Samm, der für die spätere Einlagerung der Bücher zuständig ist. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die den 30-Jährigen mit Stolz erfüllt. „Bisher haben nur ich und unsere Projektleitung einen Schlüssel zum Lager“, ergänzt er lächelnd. Bis ein Karton eingelagert werden kann, müssen die vorsortieren Bücher in dem Software-Programm der Firma Buch-Meister erfasst werden, für das die Stiftung Sankt Johannes als Franchisenehmer das Nutzungsrecht erworben hat. „Damit keine Fehler unterlaufen, gilt auch bei dieser Tätigkeit das Vier-Augen-Prinzip“, erklärt Gruppenleiterin Katrin Klaiber. Weil dies starke Konzentration verlangt, wird nach jeder erfassten Kiste gewechselt. Das Programm zeigt mit einem Ampelsystem an, ob ein Buch überhaupt in den Verkauf gehen kann. Leuchtet die Ampel grün, wandert das Buch in die durchnummerierten Lagerkartons, die am Ende des Tages von Ari Samm in das Buchlager transportiert werden. Ist ein Buch verkauft worden, verpacken die Beschäftigten dieses in einen gepolsterten Umschlag und versenden es an den Endkunden.

„So verschieden die gespendeten Bücher sind, so bunt sind auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe und ebenso vielfältig sind die Tätigkeiten“, fasst Klaiber die letzten Wochen zusammen. Die 27-jährige gelernte Ergotherapeutin leitet das „Bunte-Buch-Post“-Projekt seit Anfang September. Sie sieht darin eine große Chance, die Beschäftigten in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen eine sinnvolle sowie wertschätzende Tätigkeit zu ermöglichen. Besonders erfreulich sei die gestiegene Motivation im Team mit Beginn des Projektes. „Aufgrund der verschiedenen Arbeitsschritte – angefangen vom Sortieren über das Erfassen und anschließende Einstellen der Bücher auf der Online-Verkaufsplattform Amazon bis hin zum Versand an den Endkunden – und der Tatsache, dass alle Aufgaben von allen Gruppenmitgliedern übernommen werden können, kehrt keine Langeweile ein“, so die Projektleiterin.

Mit der neu geschaffenen Arbeitsgruppe folgt die Stiftung Sankt Johannes zudem ihrer gesellschaftspolitischen Aufgabe, Menschen mit Behinderung für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Hierzu gehört neben der sozialpädagogischen Begleitung und Unterstützung der Beschäftigten im Hinblick auf die psychosozialen Anforderungen der Arbeitswelt die gezielte Förderung individueller Fähigkeiten, wie zum Beispiel lesen, schreiben, rechnen und EDV-Kenntnisse. Bisher haben die Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes keine PC-Arbeitsplätze anbieten können. Diese Lücke ist mit dem Bunte-Buch-Post Projekt geschlossen, wenngleich vorerst nur 4 Beschäftigte dieser Aufgabe nachgehen können. Projektleiterin Katrin Klaiber zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Gruppengröße bei zunehmender Nachfrage und steigenden Verkaufszahlen auch erweitert werden könne. Im ersten Monat wurden bereits 100 Bücher verkauft und überwiegend mit 5 Sternen bewertet. Die positiven Benotungen der Kunden spornen die Mitglieder der Arbeitsgruppe weiter an. „Denn nur wer einwandfreie Arbeit liefert, darf im Buch-Meister-Netzwerk bleiben“, weiß Ari Samm.

Damit auch weiterhin für genügend Nachschub gesorgt ist, freut sich das „Bunte-Buch-Post“-Team über Ihre Bücherspende. Ihre ausgelesenen, doppelt gekauften oder nicht benötigten Bücher können Sie gerne zu den regulären Öffnungszeiten im Werkstatt-Laden in Donauwörth (Zirgesheimer Straße 23) und bei Deibl Kreativ in Rain (Kirchplatz 6) abgeben.


Kunst im Park - Regionale Kunsthandwerker präsentieren ihre Produkte und trotzen dem Regen

Die Kreativabteilungen der Stiftung Sankt Johannes präsentierten ihre vielfältigen Deko-Artikel.

„Hinter jeder Wolke steht Sonnenschein“ – so steht es auf einem handgetöpferten Türschild der Kunsthandwerkerin Rachel Spitzer aus Straß. Passender könnte man den Verlauf des Kreativmarktes „Kunst im Park“ am Tag der Deutschen Einheit im Generationenpark von Schloss Straß wohl nicht überschreiben. Während es am frühen Morgen noch nach Dauerregen gepaart mit Sturm aussah, haben sich die Wolken gegen Mittag zügig verzogen und die herbstliche Sonne zeigte sich in ihrem vollen Glanz. Obwohl die rund 20 Aussteller genau darauf gehofft hatten, war die Stimmung auch während der Regenphasen durchweg positiv.

Pünktlich zum musikalischen Auftakt durch die Marktmusikkapelle Burgheim pausierte der Regen. Und so konnte die 20-köpfige Blaskapelle ihr halbstündiges Set sogar trockenen Hauptes im Freien spielen und die allmählich eintreffenden Besucher direkt mitnehmen auf eine musikalische Reise durch die Heimatregion. Die künstlerisch-kreative Vielfalt der Region war insbesondere an den rund 20 liebevoll gestalteten Ausstellungsständen im Park und im Foyer des Seniorenzentrums zu bewundern. Die Bandbreite der präsentierten Herzensprodukte umfasste Acryl-Gemälde, Bleistift-Zeichnungen, Herbst- und Blumenkränze, Schmuckstücke aus handgemachten Glasperlen und anderen Materialien, Töpfer-, Holz- und Keramikprodukte für Haus und Garten, handgeflochtene Weidenkörbe, Filztaschen, handgenähte Kleidungsstücke für Kinder und Babys sowie Selbstgestricktes für die kalten Tage. Wer es vor dem Feiertag nicht mehr in den Laden geschafft hat, konnte sich am Stand der Stiftung Sankt Johannes mit regionalen Produkten aus hofeigener Haltung und hauseigener Zubereitung eindecken.

Einzelstücke von Individuen für Individuen

Tanja Rischmüller kam heuer extra aus Neustadt an der Donau angereist. Sie präsentierte handgefertigte Dekoartikel für Zuhause: ihr Repertoire reichte von handbemalten Tassen über selbstgehäkelte Untersetzer bis hin zur Bestecktasche aus Jute. Auf die Veranstaltung sei sie über einen Freund, der ebenfalls an der Ausstellung teilnahm, aufmerksam geworden. „Was die Gestaltung der Parkanlage und die Atmosphäre vor Ort angeht, hat mein Bekannter definitiv nicht zu viel versprochen. Leider spielt das Wetter heute nicht unbedingt mit und dadurch fehlen die Leute“, fasst die 37-jährige Neustädterin den eher schleppenden Anlauf des Marktes zusammen. Doch davon ließen sich die Aussteller nicht die Laune verderben. Ganz im Gegenteil: wohin man auch blickte, strahlten einem fröhliche Gesichter entgegen. „Wir haben unseren Stand in diesem Jahr mit einer Extra-Folie abgedeckt, sodass uns Regen und Wind nichts anhaben können“, berichtet Sabine Männl, die heuer bereits zum 2. Mal mit ihren handgestrickten Einzelstücken an dem Markt teilnahm, und ergänzt, dass die meisten Besucher erfahrungsgemäß nach der Mittagszeit kämen. Mit ihrer Einschätzung lag sie genau richtig. Denn kaum schlug die Kirchturmuhr 14 Uhr, öffnete sich die Wolkendecke und die Parkanlage füllte sich.

Kulinarische und künstlerische Vielfalt genießen

Während die einen gezielt die Cafeteria im Foyer des Seniorenzentrums ansteuerten, schlenderten die anderen gemächlich durch die Ausstellung. Gleichwohl in diesem Jahr weniger Kunsthandwerker als in den beiden vergangenen Jahren teilnahmen, war eine ausgewogene Angebotsvielfalt vorhanden. So versorgte der Gartenbauverein Burgheim die Besucher auch in diesem Jahr mit frisch zubereiteten Waffeln und leckeren Crêpes und bot ihnen ein breites Sortiment an naturbelassenen Türkränzen und Deko-Gestecken. Große Beachtung fanden auch die Arbeiten aus den verschiedenen Kreativwerkstätten für Menschen mit Unterstützungsbedarf in der Stiftung Sankt Johannes. Im Austausch mit den anwesenden Künstlern und Sozialpädagogen der Stiftung konnten die Besucher auch mehr über das therapeutische Potential künstlerischen Arbeitens erfahren.


„Gemeinsam Leben gestalten“ – Fachdienst für Inklusion ins 3. Jahr gestartet

Mit dem neuen Stadtführer in Leichter Sprache sollen sich alle Menschen ohne Unterstützung durch andere mit der Stadt Donauwörth vertraut machen können.

Das auf drei Jahre angelegte und von „Aktion Mensch“ geförderte Projekt „Gemeinsam Leben gestalten“ der Stiftung Sankt Johannes widmet sich ausgehend von den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung oder seelischer Beeinträchtigung dem Thema „Inklusion“. Im Zentrum der Aktivitäten steht der gesamtgesellschaftliche und bewusstseinsbildende Auftrag, die Bevölkerung sowie politische Gremien und Kommunalpolitiker, Institutionen und Schulen aus den angrenzenden Gemeinden für das Thema „Inklusion“ zu sensibilisieren und Begegnungen zu schaffen.

Seit dem offiziellen Projektstart im September 2015 wurden bereits Kooperationsvereinbarungen mit sechs Schulen aus den Landkreisen Donau-Ries und Neuburg-Schrobenhausen, mit der VHS sowie mit dem Landratsamt Donau-Ries geschlossen. Ziel der Kooperationsprojekte ist ein authentisches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, das über das konkrete Tun in den Bereichen Sport, Musik und Kunst verankert ist. Diese gemeinsamen Projekte sollen darüber hinaus die Alltagskompetenzen und sozialen Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung oder psychischen Beeinträchtigung fördern und sie auf ihrem Weg zur selbstständigen Ausführung alltäglicher Aufgaben begleiten. Bei allen Aktionen und Projekten sind Menschen mit Behinderung beteiligt und haben ihre eigenen Aufgabenbereiche entsprechend ihrer Fähigkeiten.  

Für die noch kommende Förderphase des Projektes werden weitere Kooperationsvereinbarungen mit Schulen aus der Region angesteuert. Des weiteren sollen Menschen mit Behinderung noch stärker bei der Organisation und Durchführung der einzelnen Projekte beteiligt sein, so Projektleiterin Tanja Riedel.

Ein solches Projekt stellt der kürzlich veröffentlichte "Stadtführer in Leichter Sprache" dar, den die Stiftung Sankt Johannes gemeinsam mit der Privaten Wirtschaftsschule Donauwörth und der Tourist-Information Donauwörth entwickelt hat. In der ZDF-Sendung "Aktion Mensch Gewinner" vom 08. Oktober 2017 stellen die Stadtführer für Leichte Sprache das Projekt und die damit verbundenen Ziele eigenständig vor.

Weitere Informationen zum Fachdienst für Inklusion erhalten Sie hier.


Bezirkstag besucht Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes

Bei der abschließenden Besichtigung des Erlebnisbauernhofes blieb genügend Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die jährliche Informationsfahrt des Bezirkstages Schwaben ist mittlerweile eine gute Tradition. Vor allem aber ist sie eine Chance für die Mitglieder des Bezirkstages, die durch den Bezirk geförderten sozialen und kulturellen Einrichtungen in der Region aus der Nähe zu erleben. Heuer führte die Reise auch an den Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Besonderes Augenmerk wurde auf die Bereiche Wohnen und Fördern gerichtet.

Seit ihrer Gründung durch den Orden der Barmherzigen Brüder im Jahre 1860 hat sich die Stiftung Sankt Johannes zu einer differenzierten Einrichtung für Menschen mit Unterstützungsbedarf in den Regionen Schwaben und Oberbayern entwickelt. Den Kern der Arbeit bilden die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Assistenzdienste für Menschen mit Behinderung. Geschäftsführer Robert Freiberger verwies in seinen einleitenden Worten auf die besonderen Herausforderungen des Wohnbereiches angesichts stetig steigender Anfragen nach Wohnplätzen für Menschen mit einer seelischen Behinderung. So gingen im laufenden Kalenderjahr 91 Wohnplatz-Anfragen aus diesem Klientenkreis bei der Stiftung ein. Um der steigenden Nachfrage nach geeigneten Wohnplätzen gerecht werden zu können, ist eine strukturelle Anpassung der Wohnangebote an die aktuellen Rahmenbedingungen notwendig. „Wir werden einige unserer Wohnplätze für Menschen mit einer geistigen Behinderung in Wohnplätze für Menschen mit einer seelischen Behinderung umwandeln, beziehungsweise neuen Wohnraum für diese Klientel schaffen“, so Freiberger.

Die steigende Nachfrage nach Angeboten für Menschen mit einer seelischen Behinderung geht auch mit einem zunehmenden Bedarf an ärztlicher psychiatrischer Versorgung einher. Eine Herausforderung, der sich die Stiftung Sankt Johannes nicht ohne die Unterstützung der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) des BKH Donauwörth und niedergelassener Ärzte stellen könne, erläutert Freiberger die Ist-Situation.

Die veränderte Konstellation der Klientel bemerkt auch Kristina Lappler, Einrichtungsleiterin der Förderstätte „Aktiv“ am Schweinspointer Hauptstandort. Mit der 2016 eingeweihten Förderstätte hat die Stiftung Sankt Johannes einen innovativen zweiten Lebensbereich für Menschen mit einem erhöhten Unterstützungsbedarf geschaffen. Derzeit nutzen 55 Klienten die offenen Angebote der Förderstätte, die sich in mehrere ‚Berufsfelder‘ aufgliedern: Je nach individuellen Interessen und beruflichen Wünschen können die Klienten zwischen der Mitarbeit auf dem Bauernhof, der Kleintierversorgung, kreativer und handwerklicher Arbeit und der Unterstützung im Gartenbau und in der Hauswirtschaft entscheiden. „Bei der Konzeption der neuen Förderstätte „Aktiv“ war es uns ein Anliegen, den uns anvertrauten Menschen die Möglichkeit zu bieten, zwischen verschiedenen Berufsfeldern die für sie passende Berufswahl zu treffen – ohne sich dabei festlegen zu müssen“, beschreibt die Einrichtungsleiterin das Alleinstellungsmerkmal der Förderstätte „Aktiv“. Denn obwohl jeder Klient entsprechend seiner Interessen einer der 8 Heimatgruppen zugeordnet ist, ermöglicht das offene Hauskonzept eine gruppenübergreifende Teilnahme an allen (Arbeits-)Angeboten der Förderstätte. Hierdurch wird die selbstbestimmte und eigenverantwortliche Alltagsgestaltung nicht nur unterstützt, sondern aktiv von den Klienten gefordert - getreu dem Motto „Tue das, was dir Spaß macht, und du wirst erfolgreich sein“. Eine konzeptionelle Neuausrichtung die bei den Mitgliedern des Bezirkstages auf großes Interesse gestoßen ist.


Ein Herbstfest für die ganze Familie

Beim 33. Herbstfest der Stiftung Sankt Johannes war für jeden etwas geboten. Viele Familien sind der Einladung gefolgt und haben einen spannenden Tag des Miteinanders in Schweinspoint verbracht.


Das 33. Schweinspointer Herbstfest der Stiftung Sankt Johannes war auch heuer ein Publikumsmagnet. Knapp 5000 Besucher kamen der Einladung bei bestem Sonntagswetter nach. Doch nicht der Besucherandrang war das Besondere an dem diesjährigen Familienfest, sondern das Miteinander getreu dem Motto „Hand in Hand – mit Herz und Verstand“. Und dieses Leitmotiv war an jedem der über 30 Spiele-, Informations- und Aktionsständen zu spüren. Wohin man auch schaute, war Herzlichkeit und Freude.

Traditionsgemäß startete das Herbstfest mit einem Festgottesdienst zum Thema „Caritas und Du brauchen Hände“, der durch Pater Manfred Laschinger und  Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg zelebriert wurde. Unterstützt durch Klienten der Stiftung Sankt Johannes und musikalisch begleitet vom Johannes Chor griff Dr. Magg in seiner Predigt die Grundsätze der Caritas auf. Die gegenseitige Wertschätzung, die Bereitschaft zur Vergebung, die Achtung der Würde des Menschen und Nächstenliebe seien an einem Ort wie Schweinspoint, an dem über 300 Menschen mit Behinderung im engen Austausch mit der Gemeinde leben und arbeiten, vor allem in den Begegnungen spürbar, so Domkapitular Dr. Magg. Im Anschluss an den Gottesdienst ehrte Dr. Magg langjährige Caritas-Sammlerinnen für ihr Engagement.

Auf dem gesamten Stiftungsgelände in Schweinspoint luden interaktive Angebote die Besucher dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und mehr über die Arbeit der Stiftung Sankt Johannes zu erfahren. Genau dieses Ziel verfolge man laut Robert Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, mit dem Herbstfest. „Entsprechend unseres Leitsatzes „Gemeinsam Leben gestalten“ möchten wir Inklusion durch die Begegnung zwischen unseren Gästen und den Menschen, die hier leben und arbeiten, vorantreiben.“ Das bunte Rahmenprogramm mit einem Spielparcours rund um das Thema „Bauernhof“, Traktorrundfahrten auf dem Gelände, Schwarzlichttheater, Bastel- und Geschicklichkeitsangebote, einer Hüpfburg, Bungee Trampolin und einer Bobby-Car-Rennbahn bereitete allen Gästen große Freude.

Auch auf der Show-Bühne vor dem Diepoldzentrum gab es einiges zu sehen: Die Kindergarde Rain präsentierte einen Auszug ihrer aktuellen Choreographie und animierte das Publikum zugleich zum Mit-Tanzen. Großen Applaus und staunende Gesichter ernteten auch die Bewegungs-Künstler des Gymnasiums Donauwörth, die trotz mehrwöchiger Sommerpause eine abwechslungsreiche Darbietung aus Akrobatik und Jonglage boten.

Besonders beliebt bei den Besuchern waren auch heuer die Kunst- und Kreativartikel aus den verschiedenen Kreativwerkstätten der Stiftung: neben der Schreinerei präsentierten die Förderstätte „Aktiv“, die OASE, die Arbeitstherapie im Haus Schönblick, die Seniorenbetreuung und einzelne Künstler ihre handgemachten Produkte für Haus und Garten. „Wir haben es nicht einmal geschafft, alle Stationen anzusteuern“, resümiert eine junge Familie den Tag in Schweinspoint.


Absolventenfeier in Schweinspoint

Die frisch gebackenen HEP freuen sich auf ihre berufliche Zukunft.

Seit 20 Jahren sind die Berufsfachschule für Altenpflege und die Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe im Bildungszentrum für soziale Berufe in Neuburg/Donau integriert.

Für die Schüler/innen der 3-jährigen Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/in besteht die Möglichkeit, im 1. Ausbildungsjahr die Prüfung zum/zur staatlich anerkannte/n Heilerziehungspflegehelfer/in abzulegen.
17 Schüler/innen haben im aktuellen Ausbildungsjahrgang diesen Abschluss erworben. Insgesamt feierten heuer 79 frisch gebackene Heilerziehungspfleger/innen, Heilerziehungspflegehelfer/innen und Altenpfleger/innen ihren Abschluss.

Traditionsgemäß startete die Abschlussfeier mit einem Gottesdienst in der Stiftungskirche in Schweinspoint. Die Absolventen gestalteten diesen auch heuer mit eigenen Beiträgen rund um das Thema "Leinen los!". Bei der anschließenden Festveranstaltung in der Diepoldhalle dankten Schulleiter Manfred Herde und Bereichsleiterin Doreen Paus allen Absolventen für ihr Durchhaltevermögen und ihr Engagement. Soziale Berufe werden immer wichtiger, umso erfreulicher sei es, dass trotz guter wirtschaftlicher Lage die Bewerberzahlen für die Ausbildungsberufe am Bildungszentrum steigen, so Doreen Paus.

Für hervorragende Leistungen geehrt wurden Elisabeth Reil (1,11 - Altenpflege), Kristina Groll (1,0 - Heilerziehungspflege), Larissa Münich (1,0 - Heilerziehungspflege), Naja Sitzmann (1,0 - Heilerziehungspflege), Aileen Wehr (1,2 - Heilerziehungspflege) sowie Elisa Peppenauer (1,27 - Heilerziehungspflegehilfe).

Wir freuen uns sehr, dass alle Absolventen in eine Festanstellung übergegangen sind und wünschen Gottes Segen für den weiteren beruflichen Werdegang.


Seit 35 Jahren Anker für Menschen mit Unterstützungsbedarf - Wohnen in Neuburg feiert Jubiläum

Ein tolles Miteinander auf dem Gartenfest der Außenwohngruppe in Neuburg, das zeigt, wie unser Leitsatz "gemeinsam Leben gestalten" gelebt wird.

Mit dem Bezug des Kolpinghauses in der Neuburger Innenstadt im Mai 1982 legte die Stiftung Sankt Johannes den Grundstein für die nachfolgend gegründeten Außenwohngruppen der Einrichtung. Am vergangenen Samstag, den 29.07.2017, wurde das 35-jähirge Bestehen des Wohnangebotes im Rahmen eines Gartenfestes mit anschließendem Grillabend gefeiert. Der Einladung gefolgt waren viele Nachbarn, Freunde und Familienangehörige. Für die passende Stimmung sorgte Josef Braun auf seinem Akkordeon.

Gestartet war die Wohneinheit mit zunächst 4 Wohnplätzen für Menschen mit einer seelischen Beeinträchtigung. Mittlerweile leben 13 Personen  aufgeteilt in 4 Wohngruppen mit unterschiedlichen Betreuungsschwerpunkten in dem Haus. Gemeinsame Tagesausflüge und Urlaubsreisen  schweißen die Gruppe zusammen und geben Halt. Gleichwohl das Zusammenleben in der Gruppe nicht auf Dauer ausgerichtet ist, sehen viele der Bewohner darin den rettenden Anker in der Notsituation. „Unsere Aufgabe besteht darin, den Mensch dort abzuholen, wo er steht und uns gemeinsam mit ihm auf den Weg zurück in das eigene Leben zu machen“, erläutert Einrichtungsleiterin Karin Klink-Hieber das Konzept des Hauses. Die Menschen, die hier leben, sollen vorrangig darin begleitet werden, in ihren eigenen Haushalt zurückzukehren oder in ein ambulant betreutes Wohnangebot zu wechseln.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die alltäglichen Aufgaben wie einkaufen, kochen, putzen oder Wäsche waschen gemeinsam angegangen. Hierdurch sollen die Bewohner den Umgang mit alltäglichen Situationen lernen und wiederholen sowie damit einhergehende Konflikte oder Krisen gekonnt lösen. Das pädagogische Konzept ist vom Gedanken der Inklusion geprägt: „Die Möglichkeit der Selbstbestimmung und der Teilhabe stehen im Mittelpunkt unserer Angebote“, betont Klink-Hieber. Die Lage des Hauses – stadtnah und gleichzeitig mitten in einem bürgerlichen Wohngebiet  – bietet dafür ideale Rahmenbedingungen. Bedingt durch die Toplage können die Bewohner ihre persönlichen Besorgungen meist eigenständig und ohne Beförderungsmittel erledigen, kulturelle Angebote in der Stadt wahrnehmen sowie am städtischen Leben teilhaben. Und dieser Ansatz geht auf: in den 35 Jahren sind insgesamt 60 Personen ein- und wieder ausgezogen. Manche von ihnen sind etwas länger geblieben, andere hingegen sind schon nach wenigen Monaten in eine eigene Wohnung oder ins ambulant betreute Wohnen gewechselt. Diejenigen von ihnen, die den eher beschützenden Rahmen längere Zeit in Anspruch nahmen, wurden nun im Rahmen des Gartenfestes geehrt.


13 "helfende Engel" feiern ihren Abschluss

13 "frisch gebackene" Dorfhelferinnen freuen sich über Ihren Abschluss und auf ihre berufliche Zukunft.

Am 20.07.2017 gab es in der Stiftung Sankt Johannes viel zu feiern. Der 63. Kurs der Dorfhelferinnen an der katholischen Fachschule für Dorfhelfer in Neuburg hat seine Ausbildung abgeschlossen.

Gestartet wurde mit dem traditionellen Festgottesdienst in der Stiftungskirche in Schweinspoint. Seit Jahren zelebriert diesen Gottesdienst der Landes-Caritasdirektor Prälat Bernhard Piendl. Ergänzt durch Gedanken und Beiträge der Absolventen drehte sich heuer alles rund um das Thema "Helfende Engel".

In den Grußworten und der Festrede kam immer wieder zum Ausdruck, wie wichtig soziale Berufe sind und dass unsere Aufgabe für die Zukunft darin besteht, junge und motivierte Menschen für diesen Beruf - oder eher Berufung - zu gewinnen. Erfreulicherweise konnten wir trotz guter wirtschaftlicher Lage und immer mehr offener Lehrstellen in vielen Bereichen eine Dorfhelfer-Klasse bilden und nun auch zum Abschluss führen.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Absolventen in den eingereichten Facharbeiten auch heuer wieder gezeigt haben, wie ernst sie die Ausbildung nehmen und wie intensiv sie sich mit den Themen auseinandergesetzt haben.

Christine Westermeier hat nicht nur mit dem besten Zeugnis (1,32), sondern auch mit der besten Facharbeit zum Thema "Demenz - Hilfe wer bin ich?" (1,0) abgeschlossen. Neben ihr erhielten auch Maria Gregg (1,38) und Christine Greinwald (1,58) den Meisterpreis.

Alle 13 Absolventinnen haben eine Anstellung bekommen bzw. gehen in die Selbstständigkeit über. Obwohl der Fachschulbesuch ihnen die Hochschulreife verleiht, plant keine der Absolventinnen derzeit ein Studium zu beginnen.

Voraussetzung für die Ausbildung zur Dorfhelferin bzw. zum Dorfhelfer ist eine abgeschlossene Hauswirtschaftsausbildung. Die erste Unterrichtseinheit findet an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Pfaffenhofen statt. Danach folgen 9 Monate an der Katholischen Fachschule für Dorfhelfer in Neuburg. In diesem dualen Ausbildungsteil mit theoretischen und praktischen Abschnitten bekommen die künftigen Dorfhelferinnen den „letzten Schliff“.

Die Dorfhelferin bzw. der Dorfhelfer vertritt die Bäuerin oder den Landwirt im landwirtschaftlichen Betrieb bzw. die Hausfrau oder den Hausmann in ländlichen Haushalten, wenn diese durch Krankheit, Unfall oder ähnliche Notfälle nicht mehr in der Lage sind, ihre Familie zu versorgen und ihre betrieblichen Aufgaben zu erfüllen. Dafür besitzt die Dorfhelferin neben landwirtschaftlich-hauswirtschaftlichen Qualifikationen auch Fähigkeiten im pädagogisch-erzieherischen und sozialen Bereich und zeichnet sich aus durch Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und Freude am Umgang mit Menschen.

Die Dorfhelferausbildung reicht zurück bis in das Jahr 1956. Im Jahre 2003 wurde die Dorfhelferausbildung durch das Bildungszentrum für soziale Berufe in Neuburg übernommen und damit die Bildungslandschaft des Landkreises Neuburg durch eine zweite Fachschule erweitert. In Neuburg wurden bereits mehr als 182 Dorfhelferinnen und Dorfhelfer ausgebildet. 15 neue Studierende stehen bereits vor der Tür!

Wir wünschen den "frisch gebackenen" Absolventinnen von Herzen alles Gute und Gottes Segen für den weiteren beruflichen Werdegang!

Den Zeitungsbericht zur Abschlussveranstaltung vergangenen Donnerstag in Schweinspoint können Sie hier einsehen.


Stiftung Sankt Johannes erhält Förderpreis für soziales Engagement der Ike & Berthold Roland Stiftung

Das Team der pferdegestützten Intervention freut sich sehr über die großzügige Spende der Ike & Berthold Roland Stiftung.

Die Stiftung Sankt Johannes wurde kürzlich für ihre pferdegestützten Therapieangebote auf dem Johannes Hof mit dem 1000 € dotierten Förderpreis 2017 der Ike & Berthold Roland Stiftung ausgezeichnet. Stiftungsvorstand Oliver Roland betonte in seinem Grußwort das sozial-gesellschaftliche Engagement des Teams der tiergestützten Intervention auf dem Johannes Hof. „Die Mitarbeiter der pferdegestützten Therapie kümmern sich mit ihrer Arbeit um Menschen, die in der Gesellschaft kaum oder unwürdig bedacht werden“.

Der heilpädagogische Ansatz der pferdegestützten Therapieangebote auf dem Johannes Hof verfolge das Ziel, Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Einschränkungen in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken, sie darin zu begleiten, über sich hinauszuwachsen, und die positiven Erfahrungen für den Alltag zu nutzen – kurz: „den Menschen etwas zurückzugeben“, so Roland. Der Förderpreis soll dem Team der heilpädagogischen Reittherapie Mut machen und Motivation für die Zukunft schenken. „Einen Großteil ihrer Arbeit verrichten sie zwar hinter den Kulissen, sie können sich jedoch sicher sein, dass ihr vermeintlich unsichtbarer Einsatz für die Menschen, die es immer noch schwer haben, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen, wahrgenommen und anerkannt wird“, bekräftigte Roland die Entscheidung des Stiftungsgremiums.

Mit dem jährlich vergebenen Förderpreis unterstützt die in Mannheim ansässige Ike & Berthold Roland Stiftung herausragendes soziales Engagement von anerkannten Institutionen in Deutschland und verschafft den verschiedenen Angeboten eine breitere öffentliche Wahrnehmung. Robert Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, nahm den Preis gemeinsam mit Pastoralreferent Alois Widmann, Erlebnispädagogin Vera Lachenmaier, Ergotherapeutin Yvonne Katzenberger und Pferdetrainerin Sabine Waldenmaier entgegen.


25 Jahre Heimstatt Stiftung – Haus Lebensquell

Super Stimmung bei der Jubiläumsfeier des Wohnhauses Lebensquell in Augsburg-Hochzoll. Die Hausgemeinschaft, Mitarbeiter und Gäste freuen sich über den gelungenen Festtag.

Das idyllisch am Stadtrand des Augsburger Stadtteils Hochzoll gelegene Wohnhaus „Lebensquell“, in dem 10 Menschen mit Behinderung in einer familienähnlichen Wohngemeinschaft leben, feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. In unmittelbarer Nähe zum Naherholungsgebiet Kuhsee schufen Gerda und Walter Rühl, Gründer der gemeinnützigen Heimstatt-Stiftung, gemeinsam mit weiteren Eltern und ehrenamtlichen Helfern mit dem Haus „Lebensquell“ einen besonderen Wohnort für Menschen mit Behinderung. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums fand am vergangenen Samstag, den 15. Juli, ein Gartenfest rund um das Haus statt. Die Hausgemeinschaft und Mitarbeiter der Stiftung Sankt Johannes, die seit September 2013 die Betriebsführung der Heimstatt-Stiftung übernommen hat, feierten bei strahlendem Sonnenschein zusammen mit dem Ehepaar Rühl, vielen Angehörigen, Nachbarn und langjährigen Unterstützern der Einrichtung ein unbeschwertes Fest des Miteinanders. Unter den Gästen waren auch Stadtrat Max Weinkamm, Claudia Nickl, Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Augsburg und Stefan Dörle, der Inklusionsbeauftragte des Bezirks Schwaben.

Eine besondere Überraschung erreichte die Gastgeber schon vor Beginn der Feierlichkeit: 5 Mitarbeiter der Deutschen Bank halfen im Rahmen der Unternehmensinitiative „PlusYou“ ehrenamtlich beim Aufbau und überreichten den Bewohnern einen Spendenscheck in Höhe von 800 €. Heinrich Riegel, der Regionalleiter der Stiftung Sankt Johannes in Augsburg, nahm den Scheck stellvertretend für die Heimstatt-Stiftung entgegen und bedankte sich gemeinsam mit den Bewohnern und Mitarbeitern für das ehrenamtliche Engagement der Überraschungsgäste.

Robert Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, betonte in seinem Grußwort das gute nachbarschaftliche Verhältnis vor Ort. So zeige sich die gelungene Vernetzung der Hausgemeinschaft in dem Stadtviertel auch darin, dass die in Hochzoll ansässige Bio-Bäckerei Schubert den Nachmittagskuchen spendet und das Blasorchester Augsburg Lechhausen das Gartenfest musikalisch begleitet. „Während anderenorts Inklusion Schritt für Schritt herbeigeführt werden muss, ist das Zusammenleben der Bewohner dieses Hauses mit der Nachbarschaft von Beginn an durch eine gegenseitige Verbundenheit geprägt. Dies ist vor allem dem Engagement der Familie Rühl und den Angehörigen zu verdanken.“

Mit dem Umbau des ehemaligen Bürogebäudes von Walter Rühl, das der Architekt 1990 in das Stiftungsvermögen der Heimstatt-Stiftung einbrachte, setzte das Ehepaar seine Vorstellungen von einem selbstbestimmten Wohnen und Leben für Menschen mit einer geistigen Behinderung um. Das von Fr. Rühl für das Haus entworfene Logo ist dabei Ausdruck der Philosophie der Stiftungsgründer: die hier lebenden Menschen sind liebevoll umfasst von der sorgenden Hand der Mutter und der schützenden Hand des Vaters. Die attraktive Stadtrandlage des Hauses an den Lechauen bietet Ruhe und  Entspannung und ermöglicht gleichzeitig die Teilhabe am städtischen Leben. Mit vielfältigen Angeboten und gemeinsamen Aktivitäten wurde dieser Anspruch über all die Jahre hinweg nicht aus den Augen verloren.

Die Intention der Gründer und die bisherige Ausrichtung sollen auch in der weiteren Entwicklung spürbar bleiben. Zum Zeitpunkt der Übergabe der Heimstatt-Stiftung an die Stiftung Sankt Johannes waren bereits die Weichen für die Zukunft gestellt: mit einem Neubau in unmittelbarer Nähe zum Haus „Lebensquell“ sollen nicht nur die heutigen Vorgaben und Ansprüche ausreichend erfüllt, sondern vor allem attraktiver Wohnraum inmitten des städtischen Lebens geschaffen werden. So wird das neue Haus in der Oberländer Straße, das voraussichtlich im Jahr 2019 bezugsfertig sein wird, konsequent barrierefrei ausgestaltet sein. Eingebettet in einen großzügigen Obstgarten entsteht dort ein zeitgemäßes Wohnhaus für insgesamt 24 Menschen mit Behinderung. Das pädagogische Konzept ist vom Gedanken der Inklusion geprägt: „Die Förderung der Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Teilhabe steht im Mittelpunkt unserer Angebote“, betont Regionalleiter Heinrich Riegel. Die Lage des Hauses – stadtnah und gleichzeitig mitten in der Natur – bietet dafür ideale Rahmenbedingungen. 


Wir bleiben am Ball: Vorrunden-Turnier der bayerischen WfbM-Meisterschaft

Am Ball bleiben heißt auch, mitreden, seine Stimme erheben und für die eigenen Bedürfnisse einzustehen. Über Sport lassen sich so manche Grenzen überwinden!

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag, 08.07.2017, das Vorrunden-Turnier zur bayerischen WfbM-Meisterschaft im Fußballstadion des Donauwörther Stauferpark statt. 7 Mannschaften aus der Oberliga und 6 Mannschaften aus der Bayernliga spielten um den Einzug in das Finalspiel der bayerischen Meisterschaft am 22. Juli in Ingolstadt. Eröffnet wurde das Turnier durch Oberbürgermeister Armin Neudert, Landrat Stefan Rössle und MdL Wolfgang Fackler. Das Team der Stiftung Sankt Johannes belegte einen guten 5. Platz und sicherte sich somit den Klassenerhalt in der Bayernliga.

Für das Endspiel qualifiziert haben sich die Mannschaft von Regens Wagner Hohenwart (Oberliga) und das Team der Wefa gGmbH aus Ahorn (Bayernliga). Sie spielen gemeinsam mit weiteren bayerischen Vorrundensiegern im Finalspiel um den Einzug in die Deutsche Fußball-Meisterschaft für Menschen mit Behinderung vom 04.-07. September in Duisburg. Organisiert von der Sepp Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes, des Special Olympics Deutschland, dem Deutschen Behindertensportverband und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung soll mit dieser Sportveranstaltung auch ein Zeichen für mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie einem natürlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung über das gemeinsame Hobby und die geteilte Freude am Sport gesetzt werden.

Der ehemalige Bundesminister Dr. Klaus Kinkel, Vertreter des Kuratoriums der Sepp Herberger-Stiftung, begleitet und unterstützt das Turnier seit vielen Jahren. Für ihn ist es ein wichtiges Element auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft: "Die Integration behinderter Sportler ist eine ganz wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten ist ein gutes Beispiel für ein vorbildliches Engagement des Fußballs im Behindertensport."

Für die Mannschaften der landesweiten Turniere geht es demnach um mehr als nur ums Fußball-Spielen: es geht auch um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, darum, die eigenen Grenzen zu überwinden, fair miteinander umzugehen und bestenfalls das Stadion als Sieger zu verlassen.

Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, Kooperationspartnern und ehrenamtlichen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung in Donauwörth beigetragen haben. Wir bedanken uns ausdrücklich bei AIRBUS Donauwörth für die großzügige Spende in Höhe von 1000,00 € sowie bei den fünf Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Ursula, die unser inklusives Gastro-Team so tatkräftig unterstützt haben.


Werkstätten in Donauwörth eingeweiht

Wolfgang Fackler und Johannes Hintersberger im Gespräch mit den Näherinnen der Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes.

Wer innerhalb des letzten halben Jahres die Zirgesheimer Straße in Donauwörth passiert hat, dem ist sicherlich der Baufortschritt des auffallenden Gebäudes am Donauwörther Standort der Stiftung Sankt Johannes aufgefallen. Auf stilvolle Weise reiht sich das neue Gebäude in die bestehende Architektur der Zirgesheimer Straße in Donauwörth ein. Die farblich hervorgehobene Außenfassade und der moderne Baustil versprechen nicht nur ein äußerlich zeitgemäßes Konzept. Viel eher verbirgt sich dahinter eine der fortschrittlichsten Werkstätten für Menschen mit Behinderung in ganz Bayern, die am Freitag, 07.07.2017, feierlich eingeweiht und durch Dekan Robert Neuner und Pfarrerin Katharina Werner gesegnet wurde. Die Festrede hielt Staatssekretär Johannes Hintersberger. Landrat Stefan Rössle, MdL Wolfang Fackler, Oberbürgermeister Armin Neudert sowie Bezirksrat Peter Schiele betonten in ihren Grußworten das zeitgemäße Konzept des Hauses und die Notwendigkeit von Werkstätten wie dieser, die zum einen dank pädagogischer Förderung den Weg hin - oder zurück - auf den 1. Arbeitsmarkt ebnet und zum anderen ausreichend Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der auszuführenden Tätigkeitsfelder bietet.

In dem frisch bezogenen Gebäudekomplex ist neben der Näherei auch eine auf dem aktuellsten Stand der Technik basierende Wäscherei mit integriertem Bügelservice und Werkstatt-Laden beheimatet. Hier arbeiten bis zu 20 Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen, die den Leistungsanforderungen des 1. Arbeitsmarktes noch nicht gerecht werden. In einer vor Leistungsdruck und Hektik beschützenden Atmosphäre werden die Beschäftigten entsprechend ihrer individuellen Stärken gefördert und durch arbeitsbegleitende Fördermaßnahmen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben unterstützt. Der stetige Kundenkontakt wird hierbei ebenso geschult wie das Miteinander in einem Team.

Ebenfalls in dem Gebäude integriert ist das Kompetenz- und Bildungszentrum Donauwörth (KomBi) – ehemals Berufsbildungsbereich (BBB) –, in dem junge Menschen mit Handicap ihre berufliche Ausbildung absolvieren. Die modernen Lehrräume unterscheiden sich mitnichten von denen eines regulären Schulbetriebes. Gerade dieser Aspekt zeichnet die konzeptionelle Neuausrichtung des KomBi aus, denn hier soll allen jungen Menschen Zugang zu Bildung (z.B. Computerkurse, Lese-, Schreib- und Rechen-Einheiten, soziale Kompetenzen, Hauswirtschaftskurse uvw.) ermöglicht werden.

Einen kurzen Einblick in das Geschehen vor Ort erhalten Sie hier.


Landkreis Donau-Ries ruft in Kooperation mit der ARGE OBA einen Inklusionsbeirat ins Leben

Mit dem neuen Inklusionsbeirat sollen die Belange von Menschen mit Handicap verstärkt Eingang in das öffentliche Bewusstsein finden. Die 12 gewählten Beiratsmitglieder der Menschen mit Behinderung sind bereit für Ihre Fragen, Anregungen und Ideen.

Vergangenes Jahr hat der Kreistag des Landkreises Donau-Ries die Gründung eines Inklusionsbeirates für den Landkreis Donau-Ries beschlossen. Dieser Beschluss ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines barrierfreien Zusammenlebens.

Mit dem Inklusionsbeirat setzt der Landkreis Donau-Ries in Kooperation mit der ARGE OBA (Arbeitsgemeinschaft Offene Behindertenarbeit im Landkreis Donau-Ries) auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention ein gesellschaftspolitisches Zeichen, dass Menschen mit Behinderungen in den öffentlichen Bereichen Beratung, Information und Lebensraumgestaltung aktiv mitarbeiten und mitbestimmen sollen.

Neben den Mitgliedern des Kreistages und den Vertretern der öffentlichen Hand (Staatliches Schulamt Donau-Ries, Agentur für Arbeit, Integrationsfachdienst) werden auch 4 Mitglieder der ARGE OBA mit einem Stimmrecht im Inklusionsbeirat vertreten sein. Die 12 Beiratsmitglieder der Menschen mit Behinderung wurden am Donnerstag, 06.07.2017, im Rahmen einer Wahlversammlung gewählt. Die erste gemeinsame Sitzung des Inklusionsbeirates erfolgt voraussichtlich nach der Sommerpause.

Weitere Informationen zum Inklusionsbeirat im Allgemeinen und der Info-Veranstaltung im Speziellen finden Sie auf der Homepage des Landratsamtes Donau-Ries.


Dorfgemeinschaft Stadel 1996 e.V. unterstützt Förderverein Sankt Johannes e.V.

Beirätin Bianca Fischer freut sich über die Spende der Dorfgemeinschaft Stadel an den Förderverein Sankt Johannes e.V..

Mit einem Scheck über 250,00 € fördert die Dorfgemeinschaft Stadel die gemeinnützige Arbeit des Fördervereins Sankt Johannes e.V., der Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Freizeitgestaltung und tiergestützte Pädagogik finanziell unterstützt. Die 1996 gegründete Dorfgemeinschaft spendet die Erlöse aus dem alljährlichen Straßenfest seit jeher an soziale Organisationen aus der Region. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung entschieden sich die Mitglieder einstimmig für eine Verwendung zugunsten des Fördervereins Sankt Johannes e.V.. Michael Gulden, 1. Vorstand DGS, und Roland Schmid, Beisitzer DGS (v.l.), überreichten den Spendenscheck an Bianca Fischer, Beirätin im Förderverein Sankt Johannes e.V..

Wer selbst das Engagement des Fördervereins unterstützen möchte, ist herzlich zum Benefizkonzert der österreichischen Chorgruppe „Colors of Music“ und der Trommel-Combo „Jankadi“ am 26.05.2017 in der Heilig Geist Kirche in Neuburg eingeladen. Die Weltmusiker vereinen in ihren Konzerten afrikanische Rhythmen, spirituelle Gospelmusik und traditionelle Jodler. Konzertbeginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht.


Stiftungsmetzgerei stellt auf ökologische Wurstherstellung um

Mit Freude an der Arbeit: Hermann Jakob zeigt den Stiftungsmetzgeren worauf es bei der ökologischen Wurstherstellung ankommt.

Die hauseigene Metzgerei der Stiftung Sankt Johannes befindet sich derzeit in der Umstellungsphase auf eine ökologische Lebensmittelproduktion. Hierfür haben die ausgebildeten Metzger einen Fachmann für ökologisches Lebensmittelhandwerk zurate gezogen. Hermann Jakob, Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach, ist einer der renommiertesten Berater im Bereich ökologische Wurst- und Fleischerzeugung. Der 64-Jährige begleitet das 3-köpfige Metzgerteam  während des gesamten Umstellungsprozesses.

Bei der Umstellung von der konventionellen zur ökologischen Lebensmittelproduktion richtet sich die stiftungseigene Metzgerei nach den Bestimmungen des Naturland-Verbandes. Dies sei für Jakob der logische Schluss, schließlich werden die Schweine und Rinder auf dem Johannes Hof bereits nach diesen Kriterien gehalten. Der Kistenstall der Schweine wurde eigens von Naturland entwickelt und ist auf die natürlichen Bedürfnisse der Paarhufer ausgerichtet. Auch der Offenstall der 40 Rinder entspricht mit seinen planbefestigten Laufflächen und dem sogenannten Tretmistsystem den EG-Bio Richtlinien. „Fleisch von langsam gemästeten Tieren, die artgerecht gehalten werden, hat eine besondere Qualität“, erklärt Fleischermeister Jakob. Diese besondere Qualität gelte es auch bei der weiteren Verarbeitung zu erhalten. Aus diesem Grund sollen die hauseigen produzierten Wurstwaren zukünftig ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt werden.

Wissen ist ein wichtiges Betriebsmittel im Öko-Lebensmittelhandwerk. Dennoch gibt es in den meisten Handwerks-Gewerken noch keine eigene Ausbildung für die Bio-Ausrichtung. Diese Leerstelle möchte der Verein „Biohandwerk e.V.“ in Zukunft füllen, indem gezielt Bildungsangebote für das ökologische Handwerk entwickelt werden und spezielle Fortbildungen angeboten werden. Denn zum ökologischen Lebensmittelhandwerk gehören neben der Verarbeitung von biologischen Inhaltsstoffen auch technologische Kenntnisse, die Hermann Jakob im Rahmen seiner Vor-Ort Besuche den Stiftungsmetzgern vermittelt.

Bereits bei Jakobs zweiter Stippvisite in Schweinspoint geht es für die beiden Metzgergesellen Thomas Heindl und Werner Ruppert sowie Metzgermeister Alois Krämer sprichwörtlich ums Eingemachte. Unter Anleitung des Fachmannes wird die erste Charge ökologisch erzeugter Brühwurst – dazu gehören Weißwurst, Leberkäse, Kalbsbratwurst, Leberwurst, Blutwurst, Bierschinken, Mettwurst und grobe Bratwurst – hergestellt. Hierbei verzichten die Metzger fast vollständig auf Zusatzstoffe und arbeiten mit ökologisch erzeugten Rohstoffen. „Derzeit verarbeiten wir in unseren Wurstwaren zwar noch die erlaubten Nitrite. Auf längere Sicht möchten wir diese aber auch durch Naturprodukte, wie z.B. rote Beete Saft, ersetzen.“, erläutert Alois Krämer das weitere Vorgehen.

Der gesamte Umstellungsprozess wird voraussichtlich bis in den Herbst 2017 andauern, wenngleich Hermann Jakob jetzt schon davon überzeugt ist, dass er bis zur Komplettumstellung nur 4 Besuche benötige. „Das Metzgerteam ist so gut ausgebildet und vor allem engagiert bei der Arbeit, denen muss ich kaum noch etwas zeigen“, resümiert der Fleischermeister seinen 2. Besuch in der Stiftungsmetzgerei.


Helmut Unger spendet an Stiftung Sankt Johannes

Das Team des Johannes Hof freut sich über die großzügige Spende von Helmut Unger

Anlässlich seines 70. Geburtstages überreichte der Donauwörther Unternehmer Helmut Unger eine Spende in Höhe von 500 € an die Stiftung Sankt Johannes zur Verwendung in der tiergestützten Pädagogik auf dem Johannes Hof. Geschäftsführer Robert Freiberger nahm die Spende stellvertretend für das Team des Erlebnisbauernhofs entgegen und bedankte sich bei dem engagierten Förderer. Mit der Spende möchte Unger, der sich seit vielen Jahren für diverse wohltätige Projekte in Deutschland und Brasilien einsetzt, die regionalen Angebote für Menschen mit Behinderung unterstützen und stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Über die großzügige Spende an die Stiftung Sankt Johannes freuen sich (v.l.n.r) Jessica Huber (Mitarbeiterin der Förderstätte „Aktiv“, Bereich Landwirtschaft & Tierbegegnung), Nachwuchs-Therapieziege Lilly, Helmut Unger, Robert Freiberger und Maria Schröttle (Mitarbeiterin der Förderstätte „Aktiv“, Bereich Landwirtschaft & Tierbegegnung).


Deibl Kreativ in Rain feierlich eröffnet

Familie Deibl übergibt den symbolischen Schlüssel an die Stiftung Sankt Johannes

Mit Beginn des neuen Jahres ging für Franz und Inge Deibl eine Ära zu Ende, die drei Generationen währte: Das familiengeführte Traditionshaus Deibl Druck & Papier wurde zum 01.01.2017 an die Stiftung Sankt Johannes übergeben und firmiert fortan unter dem Namen „Deibl Kreativ – Schreibwaren, Geschenkartikel, Werkstatt". Für die Kunden ändert sich hierbei nicht allzu viel.

Der Schreibwarenladen am Rainer Kirchplatz, das bisherige Hoheitsgebiet von Inge Deibl, wird ohne Unterbrechung fortgeführt. Ein Großteil des Sortiments, unter anderem Zeitschriften und Büroartikel, wird es auch weiterhin zu kaufen geben. Jedoch wird die bisherige Bücherecke geräumt. Anstelle der Bücher treten handgemachte Artikel der Stiftung Sankt Johannes und anderer Werkstätten in der Region. Das Angebotsspektrum reicht von Getöpfertem für Haus & Garten über Kerzen und Badesalze bis hin zu Büroartikeln aus Holz. Ergänzt durch selbstgemachte Marmelade und Gewürze soll hierdurch „etwas Neues geschaffen werden, ohne dabei das Alte hinter uns zu lassen", so Werkstattleiter Ulrich Siegmund. „Der Wiedererkennungseffekt für die Kunden soll spürbar sein."

Auch in der ehemaligen Druckerei im hinteren Teil des Gebäudes wird es weiterhin um die Themen Papier und Druck gehen, jedoch in abgewandelter Form. Nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen werden hier bis zu 12 Werkstattplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen. Unter der Leitung von Kevin Garcon, der bisher die Industriemontage-Gruppe in der Schweinspointer Werkstatt geleitet hat, soll der Fokus auf einem kreativen Umgang mit natürlichen Ressourcen gerichtet sein. „Wir möchten hier Papier schöpfen, aus vermeintlichen Abfallprodukten Neues kreieren und hiermit das Thema „Nachhaltigkeit" greifbar in unseren Arbeitsalltag integrieren", fasst Siegmund die bisherigen Ideen zusammen.

Im Rahmen der symbolischen Schlüsselübergabe dankte Roman Schiele, stellvertretender Geschäftsführer von Sankt Johannes, Franz und Inge Deibl für die kollegiale Zusammenarbeit im vergangenen Jahr sowie für das entgegengebrachte Vertrauen. „Wir alle wissen, dass wir in der Familie Deibl einen hervorragenden Partner gefunden haben", resümiert Schiele die gelungene Geschäftsübergabe.


Fit für das Erlebnis Bauernhof!

Seit der Eröffnung unseres Johannes Hof im Juli 2015 gehen erlebnispädagogische Angebote Hand in Hand mit dem regulären Landwirtschaftsbetrieb. Als Ort des Miteinanders bietet der Johannes Hof direkte Begegnung mit unterschiedlichsten Tieren und Pflanzen - aber auch mit den Menschen, die dort arbeiten. Im Rahmen erlebnispädagogischer Fortbildungen haben unsere Mitarbeiterinnen Karola Lutz, Carina Wiedemann, Sylvia Santoianni-Heckel und Andrea Glaß den Bauernhof als Lern- und Erlebniswelt tiefergehend kennengelernt. Ausgestattet mit dem nötigen Rüstzeug startet unser qualifiziertes Erlebnisbauernhof-Team unter Leitung von Erlebnisbäuerin Vera Lachenmaier mit frischen Ideen in das kommende Jahr. Gemeinsam haben sie spannende Erlebnis-Angebote erarbeitet, die das facettenreiche Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof für alle Menschen erfahr- und erlebbar machen.

Zudem können Grund- und Förderschulen ab jetzt auf unserem Johannes Hof an dem Programm "Erlebnis Bauernhof" teilnehmen. Gefördert von dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erfahren die Kinder hier beispielsweise mehr über die Herkunft ihrer Lebensmittel und erhalten Einblicke hinter die Kulissen einer sozialen Landwirtschaft. Weitere Informationen zu diesem Programm finden Sie hier.

Wir wünschen allen Besuchergruppen und dem gesamten Johannes Hof Team viele weitere interessante Erlebnisse auf und mit dem Bauernhof sowie weiterhin viel Freude beim Erkunden, Entdecken und Erleben unserer heimischen Natur.


Tradition trifft auf Moderne: Engelkeller ergänzt Unterkunfts- und Gastronomie-Angebot in Donauwörth auf besondere Weise

Indirektes Licht und stilvolles Mobiliar kennzeichnen den Einrichtungsstil des Hauses. An dieser Rezeption begrüßt das Team des Engelkeller seine zukünftigen Gäste.

Wer innerhalb des letzten Jahres die Zirgesheimer Straße in Richtung Donauwörth passiert hat, dem ist der Baufortschritt des auffallenden Gebäudes auf der rechten Straßenseite sicherlich nicht entgangen. Seit Dezember 2015 wird das traditionsreiche Gaststättengebäude gegenüber der ehemaligen Bundeswehrkleiderkammer vom neuen Eigentümer Raimund Brechenmacher kernsaniert. Entstanden ist die Frühstückspension „Engelkeller“ bestehend aus 12 modern eingerichteten und im Detail aufeinander abgestimmten Zimmern. Betrieben wird die Frühstückspension von der Gesellschaft für Integration in das Arbeitsleben Neuburg mbH (kurz IFN), einem gemeinnützigen Tochterunternehmen der Stiftung Sankt Johannes. In unmittelbarer Nähe zur Donaupromenade und dem historischen Donau-Hafen gelegen begrüßt das Team des Engelkeller unter Leitung von Hotelmeisterin Angela Müller in Kürze seine ersten Gäste.

Schon beim Betreten fällt einem das unaufdringliche Design des Hauses in Kombination mit den klaren Linien des historischen Gebäudes auf und lädt zum Wohlfühlen ein. Doch neben dem stilprägenden Design der Räumlichkeiten tragen vor allem die darin tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Ihrer Herzlichkeit und ihrem Engagement zu der wohligen Stimmung des Hauses bei. Als integratives Unternehmen bietet der Engelkeller vielfältige Beschäftigungsfelder für Menschen mit seelischer oder geistiger Beeinträchtigung in der Gastronomie und Hotellerie. Das Ziel des Engelkeller besteht darin, die motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jeden einzelnen Arbeitsschritt des Gastro- und Pensionsbetriebes miteinzubeziehen und sie darin zu begleiten, sprichwörtlich über sich hinauszuwachsen. Dies beginnt bei den Frühstücksvorbereitungen und reicht über den Zimmerservice bis hin zur allgemeinen Gästebetreuung.

Eine weitere Besonderheit der Frühstückspension besteht darin, dass viele der verwendeten Lebensmittel, vor allem Wurst-, Fleisch- und Backwaren, Gemüse sowie Eier, aus der hofeigenen Erzeugung der Stiftung Sankt Johannes stammen. Hierdurch können sich die Gäste der regionalen Herkunft der verarbeiteten Lebensmittel sicher sein. Außerdem bietet der Engelkeller in Kooperation mit der stiftungseigenen Textilpflegeabteilung am Donauwörther Außenstandort einen Reinigungs- und Bügelservice an.

Durch die direkte Anbindung an den Donauradweg bietet der Engelkeller, der künftig eine vom ADFC geprüfte Bed & Bike Unterkunft sein wird, auch Wander- und Radtouristen eine qualitativ hochwertige Unterkunft. Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder stehen ebenso wie ein Raum zum Waschen und Trocknen der Kleidung und Ausrüstung zur Verfügung.

Das gastronomische Angebot der Frühstückspension wird während der Sommermonate durch eine kleine Speisekarte typischer Biergartengerichte aus hauseigener Herstellung ergänzt. Der angrenzende Biergarten bietet Platz für bis zu 100 Gäste und wird auch einen Kinderspielplatz beinhalten. In den historischen Gemäuern des Wein-und Gewölbekellers sollen ferner kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Lesungen und Weinverköstigungen stattfinden. Daneben kann dieser auch für private Feierlichkeiten für bis zu 30 Personen angemietet werden.


Spatenstich für neue Wohnanlage in Rain

Beim offiziellen Spatenstich packen die Beteiligten gemeinsam mit großer Freude an.

Geeignete Wohnplätze für Menschen mit Behinderung sind rar in der Stadt. Noch dazu für Menschen, die einen erhöhten Hilfebedarf haben. Oftmals sind es nicht die städtebaulichen und architektonischen Hindernisse, die es Menschen mit Behinderung nur schwer erlauben, am Leben in der Stadt teilzuhaben, denn eher die Barrieren in den Herzen und Köpfen. Die Stiftung Sankt Johannes arbeitet seit vielen Jahren daran, den möglichen Vorbehalten offen zu begegnen und die Forderung der Inklusion zu verwirklichen. Mit der neu konzipierten und geplanten Wohnanlage im Zentrum der Stadt Rain sollen nun zwei Ziele, die in der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung verankert sind, intensiver verfolgt werden: die Förderung körperlicher, geistiger, sozialer und beruflicher Fähigkeiten und der volle Einbezug in das gesellschaftliche Leben.

Der dreistöckige Gebäudekomplex inmitten einer südlich des Stadtzentrums gelegenen Wohnsiedlung wird insgesamt 24 Wohnplätze für Menschen mit einer geistigen Behinderung oder Mehrfachbehinderungen umfassen. Die Intention dahinter sei, „eine neue Wohnform für Menschen mit erheblichem Unterstützungsbedarf zu schaffen und ihnen im Rahmen einer ganzheitlichen und intensiven Betreuung mehr Lebensqualität und gesellschaftliches Miteinander zu ermöglichen“, so Robert Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, beim offiziellen Spatenstich am Freitag. Die neue Wohnanlage entspricht den aktuellen Richtlinien des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes. Neben den 5 Wohneinheiten in den oberen beiden Etagen soll sich im Erdgeschoss eine Wohngruppe mit einem differenzierten Betreuungsangebot etablieren. Diese richtet sich an Menschen, die einen geringeren Hilfebedarf haben und ein selbstständigeres Leben anstreben. Darüber hinaus sollen im Erdgeschoss Freizeit- und Therapieräume entstehen, in denen tagesstrukturierende Angebote stattfinden sollen. Durch die räumliche Nähe der beiden Bereiche „Wohnen“ und „Tagesstruktur“ erhalten die Hausbewohner die Möglichkeit, einen auf sie abgestimmten Alltag zu finden und die Ruhe- und Erholungsphasen individuell zu gestalten.

Nach derzeitigem Stand wird das Bauvorhaben rund 4,37 Millionen Euro kosten, wobei der Freistaat Bayern und der Bezirk Schwaben ca. 2/3 der Baukosten fördern. Der Einzug der ersten Wohngruppen ist für Frühjahr/Sommer 2018 geplant.


Gemeinsam neue Wege gehen: Feierliche Einweihung des Erlebnispfades "Wege und Spuren"

Gemeinsames Durchtrennen des symbolischen Einweihungsbandes durch die Festgäste und dem Vertreter des Heimbeirates.

Am Donnerstag, den 06.10.2016, wurde unser LEADER gefördertes Projekt "Lebenswelt ländlicher Raum" - bestehend aus dem barrierefreien Themen- und Erlebnispfad  "Wege und Spuren" sowie der Neugestaltung der vorhandenen Teichanlage - mit musikalischer Begleitung der Jugendkapelle Marxheim feierlich eingeweiht und durch Herrn Pfarrer Wolfgang Rauch gesegnet. Auf die einleitenden Grußworte unseres Geschäftsführers Robert Freiberger folgte die Festrede von Herrn Helmut Brunner, bayerischer Staatsministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Darin lobte Herr Staatsminister Brunner das Konzept des Wegenetzes und hob vor allem den Mehrwert für die Bevölkerung in der Region hervor. Der Themenweg samt der jüngst fertiggestellten Teichanlage schafft neue Begegnungsräume für Menschen mit und ohne Behinderung und macht die heimische Kultur-, Natur- und Bauernlandschaft für alle erlebbar. Die einzelnen Projekte wurden durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen (ALEF) betreut und mit Fördermitteln der EU teilfinanziert. Das weitere über LEADER finanzierte Projekt „Pädagogisches Konzept für den Begegnungsbauernhof“ wurde Ende 2015 abgeschlossen. Durch die Anstellung einer Erlebnispädagogin wird dieses Konzept auch weiterhin von der Stiftung verfolgt.

Unser herzlichster Dank gilt allen Gästen, Mitarbeitern und Familienangehörigen, die den Festakt durch ihre Teilnahme und Unterstützung im Vorfeld ermöglicht haben. Wir freuen uns sehr darauf, den Themenweg kontinuierlich mit Leben füllen zu dürfen.


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Inklusives Wohnen im Maria Ward Haus in Augsburg

Das Maria Ward Haus in der Karmelitengasse 9 in Augsburg.

Im ehemaligen Tagungshaus der Maria Ward Schwestern in der Karmelitengasse 9 im Herzen von Augsburg werden zukünftig Menschen mit Behinderung und Studenten gemeinsam unter einem Dach wohnen. Zusammen mit weiteren Mietern aus dem sozialen Dienstleistungsbereich, Kooperationspartnern und Interessierten möchte die Stiftung Sankt Johannes hier Inklusion verwirklichen und - getreu dem Motto von Sankt Johannes - "Gemeinsam Leben gestalten". Für weitere Informationen zum Wohnangebot "Maria Ward" im Allgemeinen einfach dem Link folgen.


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Neuer Selbstbedienungsautomat der Stiftung Sankt Johannes in Betrieb genommen

Das Landwirtschafts-Team nimmt gemeinsam mit der Leiterin der Schloß-Bäckerei und Schloß-Metzgerei sowie dem Bäckergesellen den neuen Regiomat feierlich in Betrieb.

Rund um die Uhr und täglich frisch bietet der neue Regiomat der Stiftung Sankt Johannes eigenproduzierte Lebensmittel für jede Gelegenheit. Wer am Wochenende oder abends nach Ladenschluss spontan Appetit auf regional erzeugte Produkte vom Johannes Hof bekommt, der findet in dem Selbstbedienungsautomaten legefrische Eier aus Freilandhaltung, Wurst- und Grillwaren aus eigener Erzeugung, backfrisches Brot sowie Nudeln hergestellt aus Eiern vom Johannes Hof – alles abgepackt in handelsüblichen Größen. Einem spontanen (Grill-)Abend unter Freunden steht dank dem neuen Regiomat nichts mehr im Wege. Der Regiomat findet sich direkt an der oberen Zufahrt zum "Johannes Hof", dem sozialen Landwirtschaftsbetrieb der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint.