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Aktuelles

Firma Kunz steigt für den guten Zweck ins kalte Nass: Spende zugunsten der Stiftung Sankt Johannes

Ulrich Kunz übergibt symbolisch die Spende an Robert Freiberger, den Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes.

Im Rahmen der landkreisweiten „Cold-Water-Grill-Challenge“ hat es nun auch die Firma Kunz aus Donauwörth erwischt. Geschäftsführer Ulrich Kunz und sein Team stellten sich der Nominierung des Burgheimer Kunststoffherstellers Polytan und stiegen kurzerhand für den guten Zweck in den eiskalten Swimmingpool. Denn neben der Gaudi im kühlen Nass verfolgt das Kaltwassergrillen einen karitativen Gedanken: die Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen.

Die Spende der Firma Kunz ging an die Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Geschäftsführer Robert Freiberger nahm die Spende stellvertretend entgegen und bedankte sich  bei Ulrich Kunz. „Mit dem Geld ist der Grundstock zur Anschaffung eines weiteren Elektro Golfcart für den Standort Schweinspoint gelegt“, erläutert Freiberger den Verwendungszweck. Die Caddys dienen dem Transport von mobilitätseingeschränkten Personen, damit die weitläufigen Angebote am Hauptstandort leicht zugänglich erreicht und von allen genutzt werden können.

Das Video zur "Cold-Water-Grill-Challenge" der Firma Kunz gibt es hier zum Anschauen.


Maler Rauch spendet an Zentrum für tiergestützte Therapie in Schweinspoint

Werner Rauch überreichte Robert Freiberger (Geschäftsführer Stiftung Sankt Johannes) und Vera Lachenmaier (Erlebnisbäuerin) eine Spende in Höhe von 1000 € zugunsten der tiergestützten Therapie.

Das familiengeführte Traditionsunternehmen Maler Rauch fördert seit vielen Jahren soziale Projekte in der Region Donau-Ries. In diesem Jahr überreichte Geschäftsführer Werner Rauch jr. eine Spende in Höhe von 1000 € an die Stiftung Sankt Johannes. Geschäftsführer Robert Freiberger und Erlebnisbäuerin Vera Lachenmaier nahmen die Spende stellvertretend für das Zentrum für tiergestützte Therapie auf dem Johannes Hof in Schweinspoint entgegen.

Mit dem Geld soll der barrierefreie Ausbau des Ziegengeheges in unmittelbarer Nähe zu den Gewächshäusern und Stallungen des sozialen Landwirtschaftsbetriebes der Stiftung Sankt Johannes unterstützt werden. „Durch den Ausbau erhalten zukünftig auch mobilitätseingeschränkte Menschen einen direkten Zugang zu unserer Ziegenfamilie“, berichtet Vera Lachenmaier. Die Tierbegegnungen auf dem Johannes Hof sind Teil der Bildungsmaßnahmen in den Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes und fördern unter anderem das Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und den Beziehungsaufbau.


Zukunft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung: Bezirksarbeitskreis Schwäbischer Werkstätten diskutiert Alternativen und Möglichkeiten

Der Bezirksarbeitskreis Schwäbischer Werkstätten tagte in Schweinspoint und verschaffte sich einen Eindruck von dem Werkstatt-Konzept der Stiftung Sankt Johannes.

Der Bezirksarbeitskreis Schwäbischer Werkstätten (BASW) tagte im Rahmen der regelmäßigen Arbeitstreffen vor kurzem am Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Unter den Gästen war auch Stefan Dörle, der Inklusionsbeauftragte beim Bezirk Schwaben.

Schwerpunkte der Sitzung waren unter anderem die aktuellen Herausforderungen, vor denen die Werkstätten im Zuge des Bundesteilhabegesetz stehen, eine stärkere Vernetzung der schwäbischen Werkstätten und damit einhergehende Synergieeffekte bei hoher Auftragslage sowie die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz werden nicht nur gängige Abläufe hinterfragt, sondern vor allem auch die Träger der Behindertenhilfe dazu aufgefordert, Alternativen aufzuzeigen und ihre (Förder-)Angebote auf die Bedürfnisse der Beschäftigten auszurichten.

Die Zukunft der Werkstätten liege in einer konzeptionellen Neu-Ausrichtung hin zu einem inklusiven Unternehmen, so Ulrich Siegmund, Werkstattleiter in der Stiftung Sankt Johannes. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, gibt es seit Anfang des Jahres einen Arbeitskreis „Inklusive Werkstatt“ in der Stiftung Sankt Johannes. In diesem Gremium werden Ideen und Möglichkeiten entwickelt, die Menschen mit Behinderung den Zugang zum sogenannten ersten Arbeitsmarkt erleichtern sollen. Modellprojekte wie das bayernweite BÜWA-Projekt ("Begleiteter Übergang Werkstatt allgemeiner Arbeitsmarkt") zeigen bereits erste Erfolge. Und, dass Inklusion auch in der Arbeitswelt funktioniert. Im Anschluss an die Tagung gab es noch eine Führung durch die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werkstätte in Schweinspoint.


Förderverein Sankt Johannes e.V. unterstützt Kletter-AG der Stiftung Sankt Johannes

Die Kletter-AG der Stiftung Sankt Johannes freut sich über die großzügige Spende des Fördervereins Sankt Johannes e.V.

Jeden zweiten Mittwoch beweisen die Teilnehmer der Kletter-AG der Stiftung Sankt Johannes im KraxlStadl in Donauwörth nicht nur großen Mut, sondern vor allem auch Durchhaltevermögen und Teamgeist. Unter der Anleitung eines Kletter-Experten haben die Teilnehmer mittlerweile einen routinierten Umgang mit der Kletterwand erlangt und wachsen mit jedem Termin weiter über sich hinaus. Dieses besondere Freizeit-Angebot hat der gemeinnützige Förderverein Sankt Johannes e.V. nun mit einer Spende in Höhe von 1000 € unterstützt. Den symbolischen Scheck übergaben Alois Widmann, Richard Etschel und Wolfgang Neuber als Vertreter des Vorstandes. Mit dem Geld sollen neue Seile, Gurte und Bremsen erworben werden, damit die Kletterer auch zukünftig sicher in der Wand hängen. Ein herzliches Dankeschön den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins für diese großzügige Spende. Für weitere Informationen zur Arbeit des Fördervereins Sankt Johannes e.V. bitte hier klicken.


Bäckerei in Schweinspoint unter neuer Leitung

Das neue Team der Bäckerei in Schweinspoint unter Leitung von Bäckermeister Klaus Walter Trost präsentiert stolz den Johannes Laib, das stiftungseigene Roggen-Misch-Brot.

Seit dem 1. Februar 2018 leitet Bäckermeister & Konditor Klaus Walter Trost das Team der stiftungseigenen Bäckerei in Schweinspoint. Der gebürtige Oberpfälzer war zuvor in leitender Funktion in verschiedenen Bäckerei-Betrieben im Landkreis tätig. Seine Leidenschaft für den Beruf hat er allerdings erst mit Anfang 20 entdeckt, als sein Vater ihn zu einer Ausbildung zum Bäcker überredet hat. "Als junger Mann konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich diesen Beruf einmal lieben werde. Doch nun kann ich mir ein Leben außerhalb der Backstube nicht mehr vorstellen", erzählt der 44-Jährige.

Angetrieben wird Trost von seinem eigenen hohen Anspruch. Qualitativ hochwertige Produkte, möglichst aus regional erzeugten Rohstoffen und nach echter Handwerksarbeit hergestellt, sind für ihn oberstes Ziel. Dafür, dass diesem Anspruch auch Taten folgen, sorgt der Bäckermeister, indem er sein Wissen an die Bäcker-Lehrlinge und Gesellen der Stiftung Sankt Johannes weitergibt. "Für mich gibt es nichts Wichtigeres, als der jungen Generation mit gutem Beispiel voranzugeben", so Trost. Dazu gehöre neben einem fundierten Wissen über die Herkunft und Besonderheit der verarbeiteten Rohstoffe vor allem auch die Leidenschaft und Kompetenz, nach zeitintensiver, traditioneller Art und von Hand zu arbeiten. "Ein guter Teig braucht eben seine Zeit."

Gemeinsam mit Bäckermeister Ulrich Jann, der mit seiner Erfahrung im Bereich ökologischer Backkunst das neue Bäckerei-Team vervollständigt, hat Klaus Walter Trost das Sortiment der Stiftungsbäckerei neu aufgestellt und um spezielle Produkte für Allergiker ergänzt. Schritt für Schritt sollen nun weitere Eigenprodukte hinzukommen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf biologisch erzeugte Backwaren gelegt werden, die zusätzlich zum bestehenden, konventionell-produzierten Sortiment, zur Auswahl stehen sollen.


Neues Projekt gestartet: Betreutes Wohnen in Familien ergänzt Angebot der Offenen Hilfen der Stiftung Sankt Johannes

Maria Berktold und Monika Lutz leiten das Projekt "Betreutes Wohnen in Familien" in den Landkreisen Donau-Ries, Augsburg-Nord und Aichach-Friedberg.

Seit September dieses Jahres engagiert sich die Stiftung Sankt Johannes in dem Projekt „Betreutes Wohnen in Familien“, das vom Bezirk Schwaben für die Dauer von drei Jahren finanziell gefördert wird. Die Stiftung Sankt Johannes übernimmt hierbei die Betreuung in den Landkreisen Donau-Ries, Augsburg-Nord und Aichach-Friedberg. Ziel des Projektes ist es, Wohnräume für erwachsene Menschen mit Behinderung in einem familiären Umfeld zu schaffen. Hierfür werden Gastfamilien mit oder ohne Kinder gesucht, die bereit sind, sich mit persönlichem Engagement, Zeit und Platz einzubringen und somit Menschen mit Unterstützungsbedarf ein Zuhause zu bieten. Eine echte Alternative zu den gängigen Wohnformen für Menschen mit Behinderung.

Im Kreise einer Familie essen, miteinander reden, spazieren gehen, gemeinsame Spiele- oder Fernsehabende. Was für die meisten Menschen völlig normal ist, bildet für viele Menschen mit Behinderung eher die Ausnahme. Obwohl auch im stationären und ambulant betreuten Wohnen eine familienähnliche Struktur geboten wird, unterscheiden sich diese Wohnformen grundlegend von dem betreuten Wohnen in Gastfamilien. „Beim betreuten Wohnen in Gastfamilien nimmt eine Familie oder eine Einzelperson einen erwachsenen Mensch mit Behinderung bei sich auf, bindet ihn in den Familienalltag ein, begleitet ihn bei lebenspraktischen Dingen und hilft bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben“, erklärt Maria Berktold, die zuständige Projektleiterin für den Landkreis Donau-Ries, das neue Wohnkonzept.

Gastfamilien werden finanziell und fachlich unterstützt

Die Stiftung Sankt Johannes sucht deswegen Familien, die sich ein Zusammenleben mit einem Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung vorstellen können. Gastfamilien können Familien mit und ohne Kinder sein, Lebensgemeinschaften oder auch Einzelpersonen. Eine fachliche Ausbildung ist hierfür nicht nötig, sondern nur die Bereitschaft, einen Menschen mit Behinderung bei sich in der Familie aufzunehmen. Die Familie sowie der Gast werden von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zur Beendigung des Betreuungsverhältnisses regelmäßig von Fachkräften begleitet und unterstützt, die auch als Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen zur Seite stehen. Die Auswahl der Gastfamilien erfolgt unter Berücksichtigung der individuellen Wünsche und Vorstellungen aller Beteiligten. Die Familie selbst erhält bei Aufnahme eines Gastes ein Betreuungsgeld sowie eine Kostenpauschale für Verpflegung und Unterkunft.

Verschiedene Wohnformen sind möglich

Voraussetzung für die Aufnahme eines Gastes in den Familienhaushalt ist das Vorhandensein eines geeigneten, möblierten Zimmers oder Appartements. Das Betreute Wohnen in Familien bietet hierbei ein weites Feld an möglichen Formen des Zusammenwohnens. Ist beispielsweise das eigene Kind ausgezogen und steht das Zimmer leer, so kann der Gast dort einziehen. Aber auch ein Zimmer auf einem Bauernhof, eine Einliegerwohnung in der Stadt oder auf dem Land sind Möglichkeiten des Betreuten Wohnens in Familien. Von einer engen Integration in die Familie, mit gemeinsamen Mahlzeiten bis hin zu einem offenen nachbarschaftlichen Zusammenleben wird alles individuell vereinbart. Im Idealfall unterstützen sich die Familie sowie der Mitbewohner mit Behinderung über Jahre gegenseitig im alltäglichen Zusammenleben. Es entstehen tragfähige Beziehungen, die wesentlich zu Stabilität und Zufriedenheit beitragen. Ein normales Leben mitten in der Gesellschaft.

Bei Interesse oder weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Maria Berktold (Landkreis Donau-Ries) und Monika Lutz (Landkreise Augsburg-Nord und Aichach-Friedberg): 0906 700 10 350 oder per Mail bwf@sanktjohannes.com.

Für weitere Informationen klicken Sie hier!


Erlebnisbauernhof mit Donau-Rieser Heimatpreis ausgezeichnet

Das Team des Erlebnisbauernhof freut sich gemeinsam mit der Geschäftsführung über die Auszeichnung des Donau-Rieser Heimatpreises 2017.

Die Stiftung Sankt Johannes wurde für die Erlebnisangebote "Mitmach-Bauernhof" und "Begegnungstage auf dem Bauernhof" mit dem 2. Platz in der Kategorie "Umwelt & Natur" des Donau-Rieser Heimatpreises 2017 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1000 € dotiert. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Stefan Rößle verleihen die Volks- und Raiffeisenbanken den Donau-Rieser Heimatpreis heuer bereits zum neunten Mal. Ausgezeichnet werden Projekte, Veranstaltungen, Initiativen und Ideen, die zur Attraktivität der Region beitragen und kreative Signale im Landkreis setzen.

Geförderte Projekte in der Kategorie "Umwelt & Natur" sollen einen aktiven Beitrag zur Erhaltung der landschaftlichen Einzigartigkeit und Besonderheit der Region für die nachfolgenden Generationen leisten und diese auch erlebbar machen. Die Verbindung von sozialer Landwirtschaft und Erlebnisbauernhof, wie es auf unserem Hof in Schweinspoint umgesetzt ist, schafft zum einen ökologisch verträgliche Freizeitangebote und macht das landwirtschaftliche Leben und Arbeiten für Jedermann erfahrbar. Das offene Konzept lädt darüber hinaus zum Mitmachen, Staunen und Erleben ein. Hier gelangen Sie zur Veranstaltungsübersicht für das kommende Jahr. 


Außen-Werkstatt "DEIBL Kreativ" feierlich eingeweiht

Zum Abschluss der Feierlichkeit bedankte sich Geschäftsführer Robert Freiberger bei Inge und Franz Deibl für das Vertrauen und die jederzeit gute Zusammenarbeit.

Vor knapp einem Jahr hat das Ehepaar Franz und Inge Deibl ihr familiengeführtes Traditionsunternehmen Deibl Druck & Papier an die Stiftung Sankt Johannes übergeben. Außer einer kleinen Namensanpassung hat sich für die Kunden nicht allzu viel verändert. Denn Deibl Kreativ besticht auch weiterhin mit einem umfassenden Sortiment an Schreibwaren und Büroartikeln. Neu ist allerdings, dass hier Menschen mit Behinderung arbeiten. Musikalisch begleitet durch die Bläsergruppe der Realschule Rain fand nun die feierliche Einweihung samt Segnung durch Stadtpfarrer Jörg Biercher statt.

Im Rahmen der kleinen Feierstunde betonte MdL Wolfgang Fackler den innovativen Weg, den die Stiftung Sankt Johannes mit der neu gegründeten Außen-Werkstatt für 12 Menschen mit Behinderung inmitten der Rainer Innenstadt geht. „Hier wird Neues auf Altbewährtem aufgebaut“, fasste er die Betriebsübernahme durch die Stiftung zusammen. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass das Erbe der Familie Deibl fortgeführt werde und die Rainer Institution in leicht abgewandelter Form weiterlebe. Denn auch die in der Kreativwerkstatt im hinteren Gebäudeteil gestalteten Produkte ergänzen die Einkaufsvielfalt der Stadt, genau wie zu Deibls Zeiten". Bezirksrat Peter Schiele sieht die Außen-Werkstatt gar als Vorbild für andere Einrichtungen der Behindertenarbeit in Bayern. Gerade die verhältnismäßig kleine Gruppe ermögliche den Mitarbeitern und Beschäftigten ein abwechslungsreiches Arbeiten und biete viel Raum, sich aktiv einzubringen.

Ein Ort der Gemeinschaft

Gleichwohl das historisch gewachsene Traditionshaus Deibl nicht direkt an der Hauptstraße liege, sei dieser Ort stets ein besonderer gewesen, so Rains 1. Bürgermeister Gerhard Martin. „Der Deibl ist seit jeher ein Ort, an dem Kommunikation über das rein Geschäftliche hinausgeht“, sagte Martin in seinem Grußwort. An diese Tradition knüpfe die Stiftung Sankt Johannes mit der neuen Werkstatt-Gruppe an. Er sieht darin eine große Chance, dass Menschen mit und ohne Behinderung auf natürliche und ehrliche Weise miteinander ins Gespräch kommen und echte Teilhabe stattfinden kann. Dies sei, so der stellvertretende Landrat Dr. Peter Thrul, mitunter das Ansinnen des italienischen Psychiaters und Vorreiters des Inklusionsgedanken Franco Basaglia gewesen, der sich schon in den 1970er Jahren für eine offene Begegnung innerhalb der Gesellschaft stark gemacht hat. Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen habe Basaglia schon früh erkannt, dass Menschen mit Behinderung die Gesellschaft ergänzen. „Die Verlagerung von 12 Arbeitsplätzen weg vom Land rein in die Stadt wertet nicht nur die Stadt Rain auf, sondern verfolgt auf konsequente Weise eine zeitgemäße Behindertenarbeit“, resümierte Dr. Thrul den etwas unorthodoxen Weg, den die Stiftung Sankt Johannes mit der Übernahme des Schreibwarenladens gegangen ist.


Herzlich Willkommen in der Förderstätte "Aktiv"

Bei schönstem Sommerwetter fanden Ende August Dreharbeiten für einen Imagefilm in der Förderstätte "Aktiv" an unserem Hauptstandort in Schweinspoint statt. Begleitet von einem vierköpfigen Team der Augsburger Medienagentur Marc Antón zeigten die Klienten gemeinsam mit dem Team der Förderstätte in verschiedenen Szenen, wie in der Förderstätte "Aktiv" gearbeitet, gelebt, gelacht, gebastelt, gefördert und am sozialen Leben vor Ort teilgenommen wird. Von Aufregung oder Anspannung war am Drehtag nichts zu spüren - als wäre es das normalste auf der Welt, von einer Kamera begleitet zu werden.

Wir bedanken uns herzlich bei Marc Antón für die tolle Zusammenarbeit, das Gespür für die 'richtigen Momente' und die professionelle Unterstützung! 


Schlüssel zum beruflichen Erfolg - Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes erweitern Arbeitsangebot

Ari Samm und Projektleiterin Katrin Klaiber erfassen gerade ein Buch über das Software-Programm aus dem Hause "Buch-Meister"

Stolz zeigt Ari Samm, Beschäftigter in den Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes, seinen Schlüssel zum neu geschaffenen Buchlager in Donauwörth. Seit Frühjahr dieses Jahres sammelt die Stiftung Sankt Johannes allerlei ausgelesene, doppelt gekaufte und nicht mehr benötigte Bücher. Denn seit kurzem sind die Donauwörther Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes Mitglied im Buch-Meister Netzwerk, einem Online-Buchhandel System, das eigens für Werkstätten entwickelt wurde. Dahinter steckt die Idee, Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Beschäftigung nah an den Anforderungen des so genannten ersten Arbeitsmarktes zu ermöglichen.

Die vierköpfige Arbeitsgruppe mit dem Namen „Bunte-Buch-Post“ sichtet zunächst die gespendeten Bücher und sortiert unverkäufliche Artikel aus. Dazu zählen Medien mit mehr als zwei Fehlern wie z.B. Eselsohren, persönliche Widmungen, losen Seiten, Wasserflecken oder eingedrückte Buchrücken. Akribisch wird jedes Buch einzeln geprüft und nach dem Vier-Augen-Prinzip entsprechend der Kategorien ‚neu‘, ‚wie neu‘, ‚sehr gut‘ und ‚gut‘ geordnet. „Wir sortieren die Bücher zunächst in sogenannte Erfassungskisten“, erläutert Ari Samm, der für die spätere Einlagerung der Bücher zuständig ist. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die den 30-Jährigen mit Stolz erfüllt. „Bisher haben nur ich und unsere Projektleitung einen Schlüssel zum Lager“, ergänzt er lächelnd. Bis ein Karton eingelagert werden kann, müssen die vorsortieren Bücher in dem Software-Programm der Firma Buch-Meister erfasst werden, für das die Stiftung Sankt Johannes als Franchisenehmer das Nutzungsrecht erworben hat. „Damit keine Fehler unterlaufen, gilt auch bei dieser Tätigkeit das Vier-Augen-Prinzip“, erklärt Gruppenleiterin Katrin Klaiber. Weil dies starke Konzentration verlangt, wird nach jeder erfassten Kiste gewechselt. Das Programm zeigt mit einem Ampelsystem an, ob ein Buch überhaupt in den Verkauf gehen kann. Leuchtet die Ampel grün, wandert das Buch in die durchnummerierten Lagerkartons, die am Ende des Tages von Ari Samm in das Buchlager transportiert werden. Ist ein Buch verkauft worden, verpacken die Beschäftigten dieses in einen gepolsterten Umschlag und versenden es an den Endkunden.

„So verschieden die gespendeten Bücher sind, so bunt sind auch die Mitglieder der Arbeitsgruppe und ebenso vielfältig sind die Tätigkeiten“, fasst Klaiber die letzten Wochen zusammen. Die 27-jährige gelernte Ergotherapeutin leitet das „Bunte-Buch-Post“-Projekt seit Anfang September. Sie sieht darin eine große Chance, die Beschäftigten in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen eine sinnvolle sowie wertschätzende Tätigkeit zu ermöglichen. Besonders erfreulich sei die gestiegene Motivation im Team mit Beginn des Projektes. „Aufgrund der verschiedenen Arbeitsschritte – angefangen vom Sortieren über das Erfassen und anschließende Einstellen der Bücher auf der Online-Verkaufsplattform Amazon bis hin zum Versand an den Endkunden – und der Tatsache, dass alle Aufgaben von allen Gruppenmitgliedern übernommen werden können, kehrt keine Langeweile ein“, so die Projektleiterin.

Mit der neu geschaffenen Arbeitsgruppe folgt die Stiftung Sankt Johannes zudem ihrer gesellschaftspolitischen Aufgabe, Menschen mit Behinderung für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Hierzu gehört neben der sozialpädagogischen Begleitung und Unterstützung der Beschäftigten im Hinblick auf die psychosozialen Anforderungen der Arbeitswelt die gezielte Förderung individueller Fähigkeiten, wie zum Beispiel lesen, schreiben, rechnen und EDV-Kenntnisse. Bisher haben die Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes keine PC-Arbeitsplätze anbieten können. Diese Lücke ist mit dem Bunte-Buch-Post Projekt geschlossen, wenngleich vorerst nur 4 Beschäftigte dieser Aufgabe nachgehen können. Projektleiterin Katrin Klaiber zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Gruppengröße bei zunehmender Nachfrage und steigenden Verkaufszahlen auch erweitert werden könne. Im ersten Monat wurden bereits 100 Bücher verkauft und überwiegend mit 5 Sternen bewertet. Die positiven Benotungen der Kunden spornen die Mitglieder der Arbeitsgruppe weiter an. „Denn nur wer einwandfreie Arbeit liefert, darf im Buch-Meister-Netzwerk bleiben“, weiß Ari Samm.

Damit auch weiterhin für genügend Nachschub gesorgt ist, freut sich das „Bunte-Buch-Post“-Team über Ihre Bücherspende. Ihre ausgelesenen, doppelt gekauften oder nicht benötigten Bücher können Sie gerne zu den regulären Öffnungszeiten im Werkstatt-Laden in Donauwörth (Zirgesheimer Straße 23) und bei Deibl Kreativ in Rain (Kirchplatz 6) abgeben.


Bezirkstag besucht Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes

Bei der abschließenden Besichtigung des Erlebnisbauernhofes blieb genügend Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die jährliche Informationsfahrt des Bezirkstages Schwaben ist mittlerweile eine gute Tradition. Vor allem aber ist sie eine Chance für die Mitglieder des Bezirkstages, die durch den Bezirk geförderten sozialen und kulturellen Einrichtungen in der Region aus der Nähe zu erleben. Heuer führte die Reise auch an den Hauptstandort der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint. Besonderes Augenmerk wurde auf die Bereiche Wohnen und Fördern gerichtet.

Seit ihrer Gründung durch den Orden der Barmherzigen Brüder im Jahre 1860 hat sich die Stiftung Sankt Johannes zu einer differenzierten Einrichtung für Menschen mit Unterstützungsbedarf in den Regionen Schwaben und Oberbayern entwickelt. Den Kern der Arbeit bilden die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Assistenzdienste für Menschen mit Behinderung. Geschäftsführer Robert Freiberger verwies in seinen einleitenden Worten auf die besonderen Herausforderungen des Wohnbereiches angesichts stetig steigender Anfragen nach Wohnplätzen für Menschen mit einer seelischen Behinderung. So gingen im laufenden Kalenderjahr 91 Wohnplatz-Anfragen aus diesem Klientenkreis bei der Stiftung ein. Um der steigenden Nachfrage nach geeigneten Wohnplätzen gerecht werden zu können, ist eine strukturelle Anpassung der Wohnangebote an die aktuellen Rahmenbedingungen notwendig. „Wir werden einige unserer Wohnplätze für Menschen mit einer geistigen Behinderung in Wohnplätze für Menschen mit einer seelischen Behinderung umwandeln, beziehungsweise neuen Wohnraum für diese Klientel schaffen“, so Freiberger.

Die steigende Nachfrage nach Angeboten für Menschen mit einer seelischen Behinderung geht auch mit einem zunehmenden Bedarf an ärztlicher psychiatrischer Versorgung einher. Eine Herausforderung, der sich die Stiftung Sankt Johannes nicht ohne die Unterstützung der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) des BKH Donauwörth und niedergelassener Ärzte stellen könne, erläutert Freiberger die Ist-Situation.

Die veränderte Konstellation der Klientel bemerkt auch Kristina Lappler, Einrichtungsleiterin der Förderstätte „Aktiv“ am Schweinspointer Hauptstandort. Mit der 2016 eingeweihten Förderstätte hat die Stiftung Sankt Johannes einen innovativen zweiten Lebensbereich für Menschen mit einem erhöhten Unterstützungsbedarf geschaffen. Derzeit nutzen 55 Klienten die offenen Angebote der Förderstätte, die sich in mehrere ‚Berufsfelder‘ aufgliedern: Je nach individuellen Interessen und beruflichen Wünschen können die Klienten zwischen der Mitarbeit auf dem Bauernhof, der Kleintierversorgung, kreativer und handwerklicher Arbeit und der Unterstützung im Gartenbau und in der Hauswirtschaft entscheiden. „Bei der Konzeption der neuen Förderstätte „Aktiv“ war es uns ein Anliegen, den uns anvertrauten Menschen die Möglichkeit zu bieten, zwischen verschiedenen Berufsfeldern die für sie passende Berufswahl zu treffen – ohne sich dabei festlegen zu müssen“, beschreibt die Einrichtungsleiterin das Alleinstellungsmerkmal der Förderstätte „Aktiv“. Denn obwohl jeder Klient entsprechend seiner Interessen einer der 8 Heimatgruppen zugeordnet ist, ermöglicht das offene Hauskonzept eine gruppenübergreifende Teilnahme an allen (Arbeits-)Angeboten der Förderstätte. Hierdurch wird die selbstbestimmte und eigenverantwortliche Alltagsgestaltung nicht nur unterstützt, sondern aktiv von den Klienten gefordert - getreu dem Motto „Tue das, was dir Spaß macht, und du wirst erfolgreich sein“. Eine konzeptionelle Neuausrichtung die bei den Mitgliedern des Bezirkstages auf großes Interesse gestoßen ist.


Seit 35 Jahren Anker für Menschen mit Unterstützungsbedarf - Wohnen in Neuburg feiert Jubiläum

Ein tolles Miteinander auf dem Gartenfest der Außenwohngruppe in Neuburg, das zeigt, wie unser Leitsatz "gemeinsam Leben gestalten" gelebt wird.

Mit dem Bezug des Kolpinghauses in der Neuburger Innenstadt im Mai 1982 legte die Stiftung Sankt Johannes den Grundstein für die nachfolgend gegründeten Außenwohngruppen der Einrichtung. Am vergangenen Samstag, den 29.07.2017, wurde das 35-jähirge Bestehen des Wohnangebotes im Rahmen eines Gartenfestes mit anschließendem Grillabend gefeiert. Der Einladung gefolgt waren viele Nachbarn, Freunde und Familienangehörige. Für die passende Stimmung sorgte Josef Braun auf seinem Akkordeon.

Gestartet war die Wohneinheit mit zunächst 4 Wohnplätzen für Menschen mit einer seelischen Beeinträchtigung. Mittlerweile leben 13 Personen  aufgeteilt in 4 Wohngruppen mit unterschiedlichen Betreuungsschwerpunkten in dem Haus. Gemeinsame Tagesausflüge und Urlaubsreisen  schweißen die Gruppe zusammen und geben Halt. Gleichwohl das Zusammenleben in der Gruppe nicht auf Dauer ausgerichtet ist, sehen viele der Bewohner darin den rettenden Anker in der Notsituation. „Unsere Aufgabe besteht darin, den Mensch dort abzuholen, wo er steht und uns gemeinsam mit ihm auf den Weg zurück in das eigene Leben zu machen“, erläutert Einrichtungsleiterin Karin Klink-Hieber das Konzept des Hauses. Die Menschen, die hier leben, sollen vorrangig darin begleitet werden, in ihren eigenen Haushalt zurückzukehren oder in ein ambulant betreutes Wohnangebot zu wechseln.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die alltäglichen Aufgaben wie einkaufen, kochen, putzen oder Wäsche waschen gemeinsam angegangen. Hierdurch sollen die Bewohner den Umgang mit alltäglichen Situationen lernen und wiederholen sowie damit einhergehende Konflikte oder Krisen gekonnt lösen. Das pädagogische Konzept ist vom Gedanken der Inklusion geprägt: „Die Möglichkeit der Selbstbestimmung und der Teilhabe stehen im Mittelpunkt unserer Angebote“, betont Klink-Hieber. Die Lage des Hauses – stadtnah und gleichzeitig mitten in einem bürgerlichen Wohngebiet  – bietet dafür ideale Rahmenbedingungen. Bedingt durch die Toplage können die Bewohner ihre persönlichen Besorgungen meist eigenständig und ohne Beförderungsmittel erledigen, kulturelle Angebote in der Stadt wahrnehmen sowie am städtischen Leben teilhaben. Und dieser Ansatz geht auf: in den 35 Jahren sind insgesamt 60 Personen ein- und wieder ausgezogen. Manche von ihnen sind etwas länger geblieben, andere hingegen sind schon nach wenigen Monaten in eine eigene Wohnung oder ins ambulant betreute Wohnen gewechselt. Diejenigen von ihnen, die den eher beschützenden Rahmen längere Zeit in Anspruch nahmen, wurden nun im Rahmen des Gartenfestes geehrt.


Stiftung Sankt Johannes erhält Förderpreis für soziales Engagement der Ike & Berthold Roland Stiftung

Das Team der pferdegestützten Intervention freut sich sehr über die großzügige Spende der Ike & Berthold Roland Stiftung.

Die Stiftung Sankt Johannes wurde kürzlich für ihre pferdegestützten Therapieangebote auf dem Johannes Hof mit dem 1000 € dotierten Förderpreis 2017 der Ike & Berthold Roland Stiftung ausgezeichnet. Stiftungsvorstand Oliver Roland betonte in seinem Grußwort das sozial-gesellschaftliche Engagement des Teams der tiergestützten Intervention auf dem Johannes Hof. „Die Mitarbeiter der pferdegestützten Therapie kümmern sich mit ihrer Arbeit um Menschen, die in der Gesellschaft kaum oder unwürdig bedacht werden“.

Der heilpädagogische Ansatz der pferdegestützten Therapieangebote auf dem Johannes Hof verfolge das Ziel, Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Einschränkungen in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken, sie darin zu begleiten, über sich hinauszuwachsen, und die positiven Erfahrungen für den Alltag zu nutzen – kurz: „den Menschen etwas zurückzugeben“, so Roland. Der Förderpreis soll dem Team der heilpädagogischen Reittherapie Mut machen und Motivation für die Zukunft schenken. „Einen Großteil ihrer Arbeit verrichten sie zwar hinter den Kulissen, sie können sich jedoch sicher sein, dass ihr vermeintlich unsichtbarer Einsatz für die Menschen, die es immer noch schwer haben, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen, wahrgenommen und anerkannt wird“, bekräftigte Roland die Entscheidung des Stiftungsgremiums.

Mit dem jährlich vergebenen Förderpreis unterstützt die in Mannheim ansässige Ike & Berthold Roland Stiftung herausragendes soziales Engagement von anerkannten Institutionen in Deutschland und verschafft den verschiedenen Angeboten eine breitere öffentliche Wahrnehmung. Robert Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, nahm den Preis gemeinsam mit Pastoralreferent Alois Widmann, Erlebnispädagogin Vera Lachenmaier, Ergotherapeutin Yvonne Katzenberger und Pferdetrainerin Sabine Waldenmaier entgegen.


25 Jahre Heimstatt Stiftung – Haus Lebensquell

Super Stimmung bei der Jubiläumsfeier des Wohnhauses Lebensquell in Augsburg-Hochzoll. Die Hausgemeinschaft, Mitarbeiter und Gäste freuen sich über den gelungenen Festtag.

Das idyllisch am Stadtrand des Augsburger Stadtteils Hochzoll gelegene Wohnhaus „Lebensquell“, in dem 10 Menschen mit Behinderung in einer familienähnlichen Wohngemeinschaft leben, feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. In unmittelbarer Nähe zum Naherholungsgebiet Kuhsee schufen Gerda und Walter Rühl, Gründer der gemeinnützigen Heimstatt-Stiftung, gemeinsam mit weiteren Eltern und ehrenamtlichen Helfern mit dem Haus „Lebensquell“ einen besonderen Wohnort für Menschen mit Behinderung. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums fand am vergangenen Samstag, den 15. Juli, ein Gartenfest rund um das Haus statt. Die Hausgemeinschaft und Mitarbeiter der Stiftung Sankt Johannes, die seit September 2013 die Betriebsführung der Heimstatt-Stiftung übernommen hat, feierten bei strahlendem Sonnenschein zusammen mit dem Ehepaar Rühl, vielen Angehörigen, Nachbarn und langjährigen Unterstützern der Einrichtung ein unbeschwertes Fest des Miteinanders. Unter den Gästen waren auch Stadtrat Max Weinkamm, Claudia Nickl, Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Augsburg und Stefan Dörle, der Inklusionsbeauftragte des Bezirks Schwaben.

Eine besondere Überraschung erreichte die Gastgeber schon vor Beginn der Feierlichkeit: 5 Mitarbeiter der Deutschen Bank halfen im Rahmen der Unternehmensinitiative „PlusYou“ ehrenamtlich beim Aufbau und überreichten den Bewohnern einen Spendenscheck in Höhe von 800 €. Heinrich Riegel, der Regionalleiter der Stiftung Sankt Johannes in Augsburg, nahm den Scheck stellvertretend für die Heimstatt-Stiftung entgegen und bedankte sich gemeinsam mit den Bewohnern und Mitarbeitern für das ehrenamtliche Engagement der Überraschungsgäste.

Robert Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, betonte in seinem Grußwort das gute nachbarschaftliche Verhältnis vor Ort. So zeige sich die gelungene Vernetzung der Hausgemeinschaft in dem Stadtviertel auch darin, dass die in Hochzoll ansässige Bio-Bäckerei Schubert den Nachmittagskuchen spendet und das Blasorchester Augsburg Lechhausen das Gartenfest musikalisch begleitet. „Während anderenorts Inklusion Schritt für Schritt herbeigeführt werden muss, ist das Zusammenleben der Bewohner dieses Hauses mit der Nachbarschaft von Beginn an durch eine gegenseitige Verbundenheit geprägt. Dies ist vor allem dem Engagement der Familie Rühl und den Angehörigen zu verdanken.“

Mit dem Umbau des ehemaligen Bürogebäudes von Walter Rühl, das der Architekt 1990 in das Stiftungsvermögen der Heimstatt-Stiftung einbrachte, setzte das Ehepaar seine Vorstellungen von einem selbstbestimmten Wohnen und Leben für Menschen mit einer geistigen Behinderung um. Das von Fr. Rühl für das Haus entworfene Logo ist dabei Ausdruck der Philosophie der Stiftungsgründer: die hier lebenden Menschen sind liebevoll umfasst von der sorgenden Hand der Mutter und der schützenden Hand des Vaters. Die attraktive Stadtrandlage des Hauses an den Lechauen bietet Ruhe und  Entspannung und ermöglicht gleichzeitig die Teilhabe am städtischen Leben. Mit vielfältigen Angeboten und gemeinsamen Aktivitäten wurde dieser Anspruch über all die Jahre hinweg nicht aus den Augen verloren.

Die Intention der Gründer und die bisherige Ausrichtung sollen auch in der weiteren Entwicklung spürbar bleiben. Zum Zeitpunkt der Übergabe der Heimstatt-Stiftung an die Stiftung Sankt Johannes waren bereits die Weichen für die Zukunft gestellt: mit einem Neubau in unmittelbarer Nähe zum Haus „Lebensquell“ sollen nicht nur die heutigen Vorgaben und Ansprüche ausreichend erfüllt, sondern vor allem attraktiver Wohnraum inmitten des städtischen Lebens geschaffen werden. So wird das neue Haus in der Oberländer Straße, das voraussichtlich im Jahr 2019 bezugsfertig sein wird, konsequent barrierefrei ausgestaltet sein. Eingebettet in einen großzügigen Obstgarten entsteht dort ein zeitgemäßes Wohnhaus für insgesamt 24 Menschen mit Behinderung. Das pädagogische Konzept ist vom Gedanken der Inklusion geprägt: „Die Förderung der Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Teilhabe steht im Mittelpunkt unserer Angebote“, betont Regionalleiter Heinrich Riegel. Die Lage des Hauses – stadtnah und gleichzeitig mitten in der Natur – bietet dafür ideale Rahmenbedingungen. 


Wir bleiben am Ball: Vorrunden-Turnier der bayerischen WfbM-Meisterschaft

Am Ball bleiben heißt auch, mitreden, seine Stimme erheben und für die eigenen Bedürfnisse einzustehen. Über Sport lassen sich so manche Grenzen überwinden!

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag, 08.07.2017, das Vorrunden-Turnier zur bayerischen WfbM-Meisterschaft im Fußballstadion des Donauwörther Stauferpark statt. 7 Mannschaften aus der Oberliga und 6 Mannschaften aus der Bayernliga spielten um den Einzug in das Finalspiel der bayerischen Meisterschaft am 22. Juli in Ingolstadt. Eröffnet wurde das Turnier durch Oberbürgermeister Armin Neudert, Landrat Stefan Rössle und MdL Wolfgang Fackler. Das Team der Stiftung Sankt Johannes belegte einen guten 5. Platz und sicherte sich somit den Klassenerhalt in der Bayernliga.

Für das Endspiel qualifiziert haben sich die Mannschaft von Regens Wagner Hohenwart (Oberliga) und das Team der Wefa gGmbH aus Ahorn (Bayernliga). Sie spielen gemeinsam mit weiteren bayerischen Vorrundensiegern im Finalspiel um den Einzug in die Deutsche Fußball-Meisterschaft für Menschen mit Behinderung vom 04.-07. September in Duisburg. Organisiert von der Sepp Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes, des Special Olympics Deutschland, dem Deutschen Behindertensportverband und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung soll mit dieser Sportveranstaltung auch ein Zeichen für mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie einem natürlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung über das gemeinsame Hobby und die geteilte Freude am Sport gesetzt werden.

Der ehemalige Bundesminister Dr. Klaus Kinkel, Vertreter des Kuratoriums der Sepp Herberger-Stiftung, begleitet und unterstützt das Turnier seit vielen Jahren. Für ihn ist es ein wichtiges Element auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft: "Die Integration behinderter Sportler ist eine ganz wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Die Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten ist ein gutes Beispiel für ein vorbildliches Engagement des Fußballs im Behindertensport."

Für die Mannschaften der landesweiten Turniere geht es demnach um mehr als nur ums Fußball-Spielen: es geht auch um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, darum, die eigenen Grenzen zu überwinden, fair miteinander umzugehen und bestenfalls das Stadion als Sieger zu verlassen.

Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, Kooperationspartnern und ehrenamtlichen Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung in Donauwörth beigetragen haben. Wir bedanken uns ausdrücklich bei AIRBUS Donauwörth für die großzügige Spende in Höhe von 1000,00 € sowie bei den fünf Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Ursula, die unser inklusives Gastro-Team so tatkräftig unterstützt haben.


Werkstätten in Donauwörth eingeweiht

Wolfgang Fackler und Johannes Hintersberger im Gespräch mit den Näherinnen der Werkstätten der Stiftung Sankt Johannes.

Wer innerhalb des letzten halben Jahres die Zirgesheimer Straße in Donauwörth passiert hat, dem ist sicherlich der Baufortschritt des auffallenden Gebäudes am Donauwörther Standort der Stiftung Sankt Johannes aufgefallen. Auf stilvolle Weise reiht sich das neue Gebäude in die bestehende Architektur der Zirgesheimer Straße in Donauwörth ein. Die farblich hervorgehobene Außenfassade und der moderne Baustil versprechen nicht nur ein äußerlich zeitgemäßes Konzept. Viel eher verbirgt sich dahinter eine der fortschrittlichsten Werkstätten für Menschen mit Behinderung in ganz Bayern, die am Freitag, 07.07.2017, feierlich eingeweiht und durch Dekan Robert Neuner und Pfarrerin Katharina Werner gesegnet wurde. Die Festrede hielt Staatssekretär Johannes Hintersberger. Landrat Stefan Rössle, MdL Wolfang Fackler, Oberbürgermeister Armin Neudert sowie Bezirksrat Peter Schiele betonten in ihren Grußworten das zeitgemäße Konzept des Hauses und die Notwendigkeit von Werkstätten wie dieser, die zum einen dank pädagogischer Förderung den Weg hin - oder zurück - auf den 1. Arbeitsmarkt ebnet und zum anderen ausreichend Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der auszuführenden Tätigkeitsfelder bietet.

In dem frisch bezogenen Gebäudekomplex ist neben der Näherei auch eine auf dem aktuellsten Stand der Technik basierende Wäscherei mit integriertem Bügelservice und Werkstatt-Laden beheimatet. Hier arbeiten bis zu 20 Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen, die den Leistungsanforderungen des 1. Arbeitsmarktes noch nicht gerecht werden. In einer vor Leistungsdruck und Hektik beschützenden Atmosphäre werden die Beschäftigten entsprechend ihrer individuellen Stärken gefördert und durch arbeitsbegleitende Fördermaßnahmen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben unterstützt. Der stetige Kundenkontakt wird hierbei ebenso geschult wie das Miteinander in einem Team.

Ebenfalls in dem Gebäude integriert ist das Kompetenz- und Bildungszentrum Donauwörth (KomBi) – ehemals Berufsbildungsbereich (BBB) –, in dem junge Menschen mit Handicap ihre berufliche Ausbildung absolvieren. Die modernen Lehrräume unterscheiden sich mitnichten von denen eines regulären Schulbetriebes. Gerade dieser Aspekt zeichnet die konzeptionelle Neuausrichtung des KomBi aus, denn hier soll allen jungen Menschen Zugang zu Bildung (z.B. Computerkurse, Lese-, Schreib- und Rechen-Einheiten, soziale Kompetenzen, Hauswirtschaftskurse uvw.) ermöglicht werden.

Einen kurzen Einblick in das Geschehen vor Ort erhalten Sie hier.


Landkreis Donau-Ries ruft in Kooperation mit der ARGE OBA einen Inklusionsbeirat ins Leben

Mit dem neuen Inklusionsbeirat sollen die Belange von Menschen mit Handicap verstärkt Eingang in das öffentliche Bewusstsein finden. Die 12 gewählten Beiratsmitglieder der Menschen mit Behinderung sind bereit für Ihre Fragen, Anregungen und Ideen.

Vergangenes Jahr hat der Kreistag des Landkreises Donau-Ries die Gründung eines Inklusionsbeirates für den Landkreis Donau-Ries beschlossen. Dieser Beschluss ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines barrierfreien Zusammenlebens.

Mit dem Inklusionsbeirat setzt der Landkreis Donau-Ries in Kooperation mit der ARGE OBA (Arbeitsgemeinschaft Offene Behindertenarbeit im Landkreis Donau-Ries) auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention ein gesellschaftspolitisches Zeichen, dass Menschen mit Behinderungen in den öffentlichen Bereichen Beratung, Information und Lebensraumgestaltung aktiv mitarbeiten und mitbestimmen sollen.

Neben den Mitgliedern des Kreistages und den Vertretern der öffentlichen Hand (Staatliches Schulamt Donau-Ries, Agentur für Arbeit, Integrationsfachdienst) werden auch 4 Mitglieder der ARGE OBA mit einem Stimmrecht im Inklusionsbeirat vertreten sein. Die 12 Beiratsmitglieder der Menschen mit Behinderung wurden am Donnerstag, 06.07.2017, im Rahmen einer Wahlversammlung gewählt. Die erste gemeinsame Sitzung des Inklusionsbeirates erfolgt voraussichtlich nach der Sommerpause.

Weitere Informationen zum Inklusionsbeirat im Allgemeinen und der Info-Veranstaltung im Speziellen finden Sie auf der Homepage des Landratsamtes Donau-Ries.


Stiftungsmetzgerei stellt auf ökologische Wurstherstellung um

Mit Freude an der Arbeit: Hermann Jakob zeigt den Stiftungsmetzgeren worauf es bei der ökologischen Wurstherstellung ankommt.

Die hauseigene Metzgerei der Stiftung Sankt Johannes befindet sich derzeit in der Umstellungsphase auf eine ökologische Lebensmittelproduktion. Hierfür haben die ausgebildeten Metzger einen Fachmann für ökologisches Lebensmittelhandwerk zurate gezogen. Hermann Jakob, Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach, ist einer der renommiertesten Berater im Bereich ökologische Wurst- und Fleischerzeugung. Der 64-Jährige begleitet das 3-köpfige Metzgerteam  während des gesamten Umstellungsprozesses.

Bei der Umstellung von der konventionellen zur ökologischen Lebensmittelproduktion richtet sich die stiftungseigene Metzgerei nach den Bestimmungen des Naturland-Verbandes. Dies sei für Jakob der logische Schluss, schließlich werden die Schweine und Rinder auf dem Johannes Hof bereits nach diesen Kriterien gehalten. Der Kistenstall der Schweine wurde eigens von Naturland entwickelt und ist auf die natürlichen Bedürfnisse der Paarhufer ausgerichtet. Auch der Offenstall der 40 Rinder entspricht mit seinen planbefestigten Laufflächen und dem sogenannten Tretmistsystem den EG-Bio Richtlinien. „Fleisch von langsam gemästeten Tieren, die artgerecht gehalten werden, hat eine besondere Qualität“, erklärt Fleischermeister Jakob. Diese besondere Qualität gelte es auch bei der weiteren Verarbeitung zu erhalten. Aus diesem Grund sollen die hauseigen produzierten Wurstwaren zukünftig ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt werden.

Wissen ist ein wichtiges Betriebsmittel im Öko-Lebensmittelhandwerk. Dennoch gibt es in den meisten Handwerks-Gewerken noch keine eigene Ausbildung für die Bio-Ausrichtung. Diese Leerstelle möchte der Verein „Biohandwerk e.V.“ in Zukunft füllen, indem gezielt Bildungsangebote für das ökologische Handwerk entwickelt werden und spezielle Fortbildungen angeboten werden. Denn zum ökologischen Lebensmittelhandwerk gehören neben der Verarbeitung von biologischen Inhaltsstoffen auch technologische Kenntnisse, die Hermann Jakob im Rahmen seiner Vor-Ort Besuche den Stiftungsmetzgern vermittelt.

Bereits bei Jakobs zweiter Stippvisite in Schweinspoint geht es für die beiden Metzgergesellen Thomas Heindl und Werner Ruppert sowie Metzgermeister Alois Krämer sprichwörtlich ums Eingemachte. Unter Anleitung des Fachmannes wird die erste Charge ökologisch erzeugter Brühwurst – dazu gehören Weißwurst, Leberkäse, Kalbsbratwurst, Leberwurst, Blutwurst, Bierschinken, Mettwurst und grobe Bratwurst – hergestellt. Hierbei verzichten die Metzger fast vollständig auf Zusatzstoffe und arbeiten mit ökologisch erzeugten Rohstoffen. „Derzeit verarbeiten wir in unseren Wurstwaren zwar noch die erlaubten Nitrite. Auf längere Sicht möchten wir diese aber auch durch Naturprodukte, wie z.B. rote Beete Saft, ersetzen.“, erläutert Alois Krämer das weitere Vorgehen.

Der gesamte Umstellungsprozess wird voraussichtlich bis in den Herbst 2017 andauern, wenngleich Hermann Jakob jetzt schon davon überzeugt ist, dass er bis zur Komplettumstellung nur 4 Besuche benötige. „Das Metzgerteam ist so gut ausgebildet und vor allem engagiert bei der Arbeit, denen muss ich kaum noch etwas zeigen“, resümiert der Fleischermeister seinen 2. Besuch in der Stiftungsmetzgerei.


Helmut Unger spendet an Stiftung Sankt Johannes

Das Team des Johannes Hof freut sich über die großzügige Spende von Helmut Unger

Anlässlich seines 70. Geburtstages überreichte der Donauwörther Unternehmer Helmut Unger eine Spende in Höhe von 500 € an die Stiftung Sankt Johannes zur Verwendung in der tiergestützten Pädagogik auf dem Johannes Hof. Geschäftsführer Robert Freiberger nahm die Spende stellvertretend für das Team des Erlebnisbauernhofs entgegen und bedankte sich bei dem engagierten Förderer. Mit der Spende möchte Unger, der sich seit vielen Jahren für diverse wohltätige Projekte in Deutschland und Brasilien einsetzt, die regionalen Angebote für Menschen mit Behinderung unterstützen und stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Über die großzügige Spende an die Stiftung Sankt Johannes freuen sich (v.l.n.r) Jessica Huber (Mitarbeiterin der Förderstätte „Aktiv“, Bereich Landwirtschaft & Tierbegegnung), Nachwuchs-Therapieziege Lilly, Helmut Unger, Robert Freiberger und Maria Schröttle (Mitarbeiterin der Förderstätte „Aktiv“, Bereich Landwirtschaft & Tierbegegnung).


Deibl Kreativ in Rain feierlich eröffnet

Familie Deibl übergibt den symbolischen Schlüssel an die Stiftung Sankt Johannes

Mit Beginn des neuen Jahres ging für Franz und Inge Deibl eine Ära zu Ende, die drei Generationen währte: Das familiengeführte Traditionshaus Deibl Druck & Papier wurde zum 01.01.2017 an die Stiftung Sankt Johannes übergeben und firmiert fortan unter dem Namen „Deibl Kreativ – Schreibwaren, Geschenkartikel, Werkstatt". Für die Kunden ändert sich hierbei nicht allzu viel.

Der Schreibwarenladen am Rainer Kirchplatz, das bisherige Hoheitsgebiet von Inge Deibl, wird ohne Unterbrechung fortgeführt. Ein Großteil des Sortiments, unter anderem Zeitschriften und Büroartikel, wird es auch weiterhin zu kaufen geben. Jedoch wird die bisherige Bücherecke geräumt. Anstelle der Bücher treten handgemachte Artikel der Stiftung Sankt Johannes und anderer Werkstätten in der Region. Das Angebotsspektrum reicht von Getöpfertem für Haus & Garten über Kerzen und Badesalze bis hin zu Büroartikeln aus Holz. Ergänzt durch selbstgemachte Marmelade und Gewürze soll hierdurch „etwas Neues geschaffen werden, ohne dabei das Alte hinter uns zu lassen", so Werkstattleiter Ulrich Siegmund. „Der Wiedererkennungseffekt für die Kunden soll spürbar sein."

Auch in der ehemaligen Druckerei im hinteren Teil des Gebäudes wird es weiterhin um die Themen Papier und Druck gehen, jedoch in abgewandelter Form. Nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen werden hier bis zu 12 Werkstattplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen. Unter der Leitung von Kevin Garcon, der bisher die Industriemontage-Gruppe in der Schweinspointer Werkstatt geleitet hat, soll der Fokus auf einem kreativen Umgang mit natürlichen Ressourcen gerichtet sein. „Wir möchten hier Papier schöpfen, aus vermeintlichen Abfallprodukten Neues kreieren und hiermit das Thema „Nachhaltigkeit" greifbar in unseren Arbeitsalltag integrieren", fasst Siegmund die bisherigen Ideen zusammen.

Im Rahmen der symbolischen Schlüsselübergabe dankte Roman Schiele, stellvertretender Geschäftsführer von Sankt Johannes, Franz und Inge Deibl für die kollegiale Zusammenarbeit im vergangenen Jahr sowie für das entgegengebrachte Vertrauen. „Wir alle wissen, dass wir in der Familie Deibl einen hervorragenden Partner gefunden haben", resümiert Schiele die gelungene Geschäftsübergabe.


Fit für das Erlebnis Bauernhof!

Seit der Eröffnung unseres Johannes Hof im Juli 2015 gehen erlebnispädagogische Angebote Hand in Hand mit dem regulären Landwirtschaftsbetrieb. Als Ort des Miteinanders bietet der Johannes Hof direkte Begegnung mit unterschiedlichsten Tieren und Pflanzen - aber auch mit den Menschen, die dort arbeiten. Im Rahmen erlebnispädagogischer Fortbildungen haben unsere Mitarbeiterinnen Karola Lutz, Carina Wiedemann, Sylvia Santoianni-Heckel und Andrea Glaß den Bauernhof als Lern- und Erlebniswelt tiefergehend kennengelernt. Ausgestattet mit dem nötigen Rüstzeug startet unser qualifiziertes Erlebnisbauernhof-Team unter Leitung von Erlebnisbäuerin Vera Lachenmaier mit frischen Ideen in das kommende Jahr. Gemeinsam haben sie spannende Erlebnis-Angebote erarbeitet, die das facettenreiche Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof für alle Menschen erfahr- und erlebbar machen.

Zudem können Grund- und Förderschulen ab jetzt auf unserem Johannes Hof an dem Programm "Erlebnis Bauernhof" teilnehmen. Gefördert von dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erfahren die Kinder hier beispielsweise mehr über die Herkunft ihrer Lebensmittel und erhalten Einblicke hinter die Kulissen einer sozialen Landwirtschaft. Weitere Informationen zu diesem Programm finden Sie hier.

Wir wünschen allen Besuchergruppen und dem gesamten Johannes Hof Team viele weitere interessante Erlebnisse auf und mit dem Bauernhof sowie weiterhin viel Freude beim Erkunden, Entdecken und Erleben unserer heimischen Natur.


Tradition trifft auf Moderne: Engelkeller ergänzt Unterkunfts- und Gastronomie-Angebot in Donauwörth auf besondere Weise

Indirektes Licht und stilvolles Mobiliar kennzeichnen den Einrichtungsstil des Hauses. An dieser Rezeption begrüßt das Team des Engelkeller seine zukünftigen Gäste.

Wer innerhalb des letzten Jahres die Zirgesheimer Straße in Richtung Donauwörth passiert hat, dem ist der Baufortschritt des auffallenden Gebäudes auf der rechten Straßenseite sicherlich nicht entgangen. Seit Dezember 2015 wird das traditionsreiche Gaststättengebäude gegenüber der ehemaligen Bundeswehrkleiderkammer vom neuen Eigentümer Raimund Brechenmacher kernsaniert. Entstanden ist die Frühstückspension „Engelkeller“ bestehend aus 12 modern eingerichteten und im Detail aufeinander abgestimmten Zimmern. Betrieben wird die Frühstückspension von der Gesellschaft für Integration in das Arbeitsleben Neuburg mbH (kurz IFN), einem gemeinnützigen Tochterunternehmen der Stiftung Sankt Johannes. In unmittelbarer Nähe zur Donaupromenade und dem historischen Donau-Hafen gelegen begrüßt das Team des Engelkeller unter Leitung von Hotelmeisterin Angela Müller in Kürze seine ersten Gäste.

Schon beim Betreten fällt einem das unaufdringliche Design des Hauses in Kombination mit den klaren Linien des historischen Gebäudes auf und lädt zum Wohlfühlen ein. Doch neben dem stilprägenden Design der Räumlichkeiten tragen vor allem die darin tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Ihrer Herzlichkeit und ihrem Engagement zu der wohligen Stimmung des Hauses bei. Als integratives Unternehmen bietet der Engelkeller vielfältige Beschäftigungsfelder für Menschen mit seelischer oder geistiger Beeinträchtigung in der Gastronomie und Hotellerie. Das Ziel des Engelkeller besteht darin, die motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jeden einzelnen Arbeitsschritt des Gastro- und Pensionsbetriebes miteinzubeziehen und sie darin zu begleiten, sprichwörtlich über sich hinauszuwachsen. Dies beginnt bei den Frühstücksvorbereitungen und reicht über den Zimmerservice bis hin zur allgemeinen Gästebetreuung.

Eine weitere Besonderheit der Frühstückspension besteht darin, dass viele der verwendeten Lebensmittel, vor allem Wurst-, Fleisch- und Backwaren, Gemüse sowie Eier, aus der hofeigenen Erzeugung der Stiftung Sankt Johannes stammen. Hierdurch können sich die Gäste der regionalen Herkunft der verarbeiteten Lebensmittel sicher sein. Außerdem bietet der Engelkeller in Kooperation mit der stiftungseigenen Textilpflegeabteilung am Donauwörther Außenstandort einen Reinigungs- und Bügelservice an.

Durch die direkte Anbindung an den Donauradweg bietet der Engelkeller, der künftig eine vom ADFC geprüfte Bed & Bike Unterkunft sein wird, auch Wander- und Radtouristen eine qualitativ hochwertige Unterkunft. Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder stehen ebenso wie ein Raum zum Waschen und Trocknen der Kleidung und Ausrüstung zur Verfügung.

Das gastronomische Angebot der Frühstückspension wird während der Sommermonate durch eine kleine Speisekarte typischer Biergartengerichte aus hauseigener Herstellung ergänzt. Der angrenzende Biergarten bietet Platz für bis zu 100 Gäste und wird auch einen Kinderspielplatz beinhalten. In den historischen Gemäuern des Wein-und Gewölbekellers sollen ferner kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Lesungen und Weinverköstigungen stattfinden. Daneben kann dieser auch für private Feierlichkeiten für bis zu 30 Personen angemietet werden.


Spatenstich für neue Wohnanlage in Rain

Beim offiziellen Spatenstich packen die Beteiligten gemeinsam mit großer Freude an.

Geeignete Wohnplätze für Menschen mit Behinderung sind rar in der Stadt. Noch dazu für Menschen, die einen erhöhten Hilfebedarf haben. Oftmals sind es nicht die städtebaulichen und architektonischen Hindernisse, die es Menschen mit Behinderung nur schwer erlauben, am Leben in der Stadt teilzuhaben, denn eher die Barrieren in den Herzen und Köpfen. Die Stiftung Sankt Johannes arbeitet seit vielen Jahren daran, den möglichen Vorbehalten offen zu begegnen und die Forderung der Inklusion zu verwirklichen. Mit der neu konzipierten und geplanten Wohnanlage im Zentrum der Stadt Rain sollen nun zwei Ziele, die in der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung verankert sind, intensiver verfolgt werden: die Förderung körperlicher, geistiger, sozialer und beruflicher Fähigkeiten und der volle Einbezug in das gesellschaftliche Leben.

Der dreistöckige Gebäudekomplex inmitten einer südlich des Stadtzentrums gelegenen Wohnsiedlung wird insgesamt 24 Wohnplätze für Menschen mit einer geistigen Behinderung oder Mehrfachbehinderungen umfassen. Die Intention dahinter sei, „eine neue Wohnform für Menschen mit erheblichem Unterstützungsbedarf zu schaffen und ihnen im Rahmen einer ganzheitlichen und intensiven Betreuung mehr Lebensqualität und gesellschaftliches Miteinander zu ermöglichen“, so Robert Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, beim offiziellen Spatenstich am Freitag. Die neue Wohnanlage entspricht den aktuellen Richtlinien des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes. Neben den 5 Wohneinheiten in den oberen beiden Etagen soll sich im Erdgeschoss eine Wohngruppe mit einem differenzierten Betreuungsangebot etablieren. Diese richtet sich an Menschen, die einen geringeren Hilfebedarf haben und ein selbstständigeres Leben anstreben. Darüber hinaus sollen im Erdgeschoss Freizeit- und Therapieräume entstehen, in denen tagesstrukturierende Angebote stattfinden sollen. Durch die räumliche Nähe der beiden Bereiche „Wohnen“ und „Tagesstruktur“ erhalten die Hausbewohner die Möglichkeit, einen auf sie abgestimmten Alltag zu finden und die Ruhe- und Erholungsphasen individuell zu gestalten.

Nach derzeitigem Stand wird das Bauvorhaben rund 4,37 Millionen Euro kosten, wobei der Freistaat Bayern und der Bezirk Schwaben ca. 2/3 der Baukosten fördern. Der Einzug der ersten Wohngruppen ist für Frühjahr/Sommer 2018 geplant.


Inklusives Wohnen im Maria Ward Haus in Augsburg

Das Maria Ward Haus in der Karmelitengasse 9 in Augsburg.

Im ehemaligen Tagungshaus der Maria Ward Schwestern in der Karmelitengasse 9 im Herzen von Augsburg werden zukünftig Menschen mit Behinderung und Studenten gemeinsam unter einem Dach wohnen. Zusammen mit weiteren Mietern aus dem sozialen Dienstleistungsbereich, Kooperationspartnern und Interessierten möchte die Stiftung Sankt Johannes hier Inklusion verwirklichen und - getreu dem Motto von Sankt Johannes - "Gemeinsam Leben gestalten". Für weitere Informationen zum Wohnangebot "Maria Ward" im Allgemeinen einfach dem Link folgen.


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Neuer Selbstbedienungsautomat der Stiftung Sankt Johannes in Betrieb genommen

Das Landwirtschafts-Team nimmt gemeinsam mit der Leiterin der Schloß-Bäckerei und Schloß-Metzgerei sowie dem Bäckergesellen den neuen Regiomat feierlich in Betrieb.

Rund um die Uhr und täglich frisch bietet der neue Regiomat der Stiftung Sankt Johannes eigenproduzierte Lebensmittel für jede Gelegenheit. Wer am Wochenende oder abends nach Ladenschluss spontan Appetit auf regional erzeugte Produkte vom Johannes Hof bekommt, der findet in dem Selbstbedienungsautomaten legefrische Eier aus Freilandhaltung, Wurst- und Grillwaren aus eigener Erzeugung, backfrisches Brot sowie Nudeln hergestellt aus Eiern vom Johannes Hof – alles abgepackt in handelsüblichen Größen. Einem spontanen (Grill-)Abend unter Freunden steht dank dem neuen Regiomat nichts mehr im Wege. Der Regiomat findet sich direkt an der oberen Zufahrt zum "Johannes Hof", dem sozialen Landwirtschaftsbetrieb der Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint.